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Nachrichten 01.08.2013

Wacher, leistungs­fähiger und konzentrierter dank Gummi­bärchenbrause?

Die Stiftung Warentest hat 25 Energiegetränke untersucht, darunter bekannte Marken von Red Bull, Coca Cola und Pepsico. Ergebnis: Die Energy Drinks sind bestenfalls überflüssig, bei literweisem Konsum aber gefährlich. Einer hätte wegen seines zu hohen Koffeingehalts gar nicht verkauft werden dürfen. Mehr Schein als SeinDas Geschäft mit dem Leistungsversprechen lohnt sich: Keine anderen alkoholfreien Getränke […]

Die Stiftung Warentest hat 25 Energiegetränke untersucht, darunter bekannte Marken von Red Bull, Coca Cola und Pepsico. Ergebnis: Die Energy Drinks sind bestenfalls überflüssig, bei literweisem Konsum aber gefährlich. Einer hätte wegen seines zu hohen Koffeingehalts gar nicht verkauft werden dürfen.

Mehr Schein als Sein
Das Geschäft mit dem Leistungsversprechen lohnt sich: Keine anderen alkoholfreien Getränke haben im vergangenen Jahr beim Umsatz so stark zugelegt wie Energy Drinks. Hipp, bunt und sport­lich kommen sie daher. Aber was ist dran und wirklich drin in den vermeintlichen Powerbrausen? Die Stiftung Warentest hat 24 Energy Drinks, darunter vier zuckerfreie Produkte, und exemplarisch einen Energy Shot ausgewählt und im Labor untersucht. In ihrer Zusammensetzung unterscheiden sich die Energy Drinks selten. Exotisch anmutende Zutaten wie Taurin, Inosit oder Glucuronolacton klingen verheißungs­oll. Wissenschaftliche Belege für eine leistungssteigernde Wirkung dieser Inhaltsstoffe gibt es aber nicht. Den Effekt von Energy Drinks bewirken letztlich zwei altbewährte Zutaten: Zucker liefert Energie, die Aufputschwirkung kommt vom Koffein.

Risikogruppen und riskante Kombinationen
Die belebende und anregende Wirkung von Koffein ist bekannt und belegt. Das gilt aber nur für Koffein in Maßen. Im Übermaß macht es nervös, unruhig und führt zu Herzrasen. Die Gefahr der Überdosierung mit Koffein durch Energy Drinks ist relativ hoch. Kinder, Schwangere, Stillende und koffein­empfindliche Menschen sollten diese Getränke ganz meiden. Außerdem sollten die Koffeinbrausen von allen anderen auf keinen Fall zusammen mit Alkohol oder beim Sport getrunken werden. Diese Kombinationen sind besonders riskant, weil es zu Herzrhythmusstörungen, Krampfanfällen oder Nierenversagen kommen kann. Sogar einzelne Todesfälle werden mit Energy Drinks in Verbindung gebracht.

Grenzwerte meist schon eingehalten
Wie viel Koffein Energy Drinks enthalten dürfen, ist seit 2. Juni 2013 gesetzlich geregelt: 320 Milligramm pro Liter. Auch für andere Zutaten gelten jetzt Höchstgehalte – für Taurin 4 000 Milligramm, für Inosit 200 Milligramm, für Glucuronolacton 2 400 Milligramm pro Liter. Bereits jetzt schon halten die meisten Produkte die Grenzwerte ein. Bei 9 der 24 Energy Drinks haben die Tester jedoch Taurin­gehalte über dem Grenz­wert gemessen. Das ist noch zulässig für solche Getränke, die vor dem Stichtag im Juni produziert wurden – also auch für die von der Stiftung Warentest im Früh­jahr einge­kauften Produkte.

US-Produkt nicht verkehrs­fähig
Ein Energy Drink im Test über­schreitet den zulässigen Grenz­wert bei Koffein – und zwar deutlich. 560 Milligramm pro Liter wiesen die Prüfer im High Performance Energy Drink NOS nach. Ohne Genehmigung hätte der Drink in Deutsch­land nicht verkauft werden dürfen. Außerdem enthält das Original­produkt aus den USA als einziges Getränk im Test synthetische Azofarb­stoffe. Die stehen im Verdacht, bei Kindern zu Hyper­aktivität und Aufmerk­samkeits­defiziten zu führen. Der vorgeschriebene Warnhin­weis dazu fehlt auf der Dose. Zu viel Koffein, fehler­hafte Kenn­zeichnung – laut Aussage des deutschen Importeurs, Americanfood4you, habe man den Verkauf mitt­lerweile gestoppt.

Eine ordentliche Zuckerdröhnung
Für den Geschmack der Koffeinbrausen sorgt vor allem eine Riesen­portion Zucker. Die meisten Energy Drinks im Test enthalten etwa so viel Zucker wie Cola. Sie kommt pro Liter durch­schnitt­lich auf 106 Gramm. Die zuckerhaltigsten Energy Drinks im Test enthalten fast 140 Gramm Zucker pro Liter. Alternativ bieten die meisten Hersteller auch eine zuckerfreie Variante an. Die vier Produkte im Test sind zwar aufgrund der zugesetzten Süßstoffe besser für die Figur als zuckerhaltige Energy Drinks, Verbraucher sollten aber auch sie wegen des hohen Koffein­gehalts nur in Maßen verzehren.

Sonderfall Energy Shot
Das Gleiche gilt für Energy Shots. Das sind hoch konzentrierte Koffein­getränke. Die Portion ist kleiner, die Inhalts­stoffe sind dafür höher dosiert. Exemplarisch im Test vertreten ist der Shot von Red Bull. In dem kleinen 60-Milliliter-Fläsch­chen konnten die Tester fast genauso viel Koffein nach­weisen wie in der 250-Milliliter-Dose des klassischen Red Bull Energy Drinks.

Quelle: http://bit.ly/1cdzif0

01.08.2013

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