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Nachrichten 22.10.2019

„Made in Nature“, 25 Prozent mehr Ökoflächen in Europa seit 2012

Das Projekt „Made in Nature“ zur Förderung des Verbrauchs von biologisch angebautem Obst und Gemüse in Italien, Frankreich und Deutschland, das von der Europäischen Union finanziert und von CSO Italy koordiniert wird, geht in die heiße Herbstphase.

„Made in Nature“, 25 Prozent mehr Ökoflächen in Europa seit 2012
(Foto: Made in Nature)

Steigende Nachfrage in Italien und Deutschland; Frankreich auf Rang drei in puncto Anbauflächengröße; ausgezeichnete Erntequalität von Äpfeln, Birnen, Kiwis und Tafeltrauben

Das Projekt „Made in Nature“ zur Förderung des Verbrauchs von biologisch angebautem Obst und Gemüse in Italien, Frankreich und Deutschland, das von der Europäischen Union finanziert und von CSO Italy koordiniert wird, geht in die heiße Herbstphase. Auf der jüngst in Köln veranstalteten Anuga, einer der weltweit wichtigsten Fachmessen der Ernährungsindustrie, wurden die Kommunikations- und Werbeaktionen für die Herbstprodukte gemeinsam mit einem Lagebericht zum Biomarkt im Allgemeinen und zum Saisonstart für Äpfel, Tafeltrauben, Birnen und Kiwis präsentiert.

Die europäische Biobranche entwickelt sich ständig weiter. Laut Eurostat hat die Ökolandbaufläche im Zeitraum 2012 bis 2017 um 25 Prozent zugenommen. 2012 betrug der Ökoanteil an der Gesamtagrarfläche noch 5,5 Prozent.

Spitzenreiter unter den EU-Ländern in Hinsicht auf den Anteil der ökologischen Anbaugebiete ist Österreich (23,4 %), gefolgt von Estland (19,6 %), Schweden (19,2 %), Italien (14,9 %), Tschechien (14,1 %), Lettland (13,9 %) und Finnland (11,4 %). Die entsprechend angebauten Agrarflächen nahmen generell sowohl in der Europäischen Union (+0,8 Mio. ha 2017) als auch in ganz Europa (+1 Mio. ha) zu. In absoluten Zahlen liegen Spanien (2,1 Mio. ha), Italien (1,9 Mio. ha) und Frankreich (1,7 Mio. ha) vorn.

Die Nachfrage nach Bioprodukten ist zudem stark gestiegen. Das Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL beziffert den Einzelhandelsumsatz in der europäischen Biobranche für das Jahr 2017 mit mehr als 37 Mrd. Euro (+10,5 % gegenüber 2016), wobei die EU mit 34,4 Mrd. Euro (+10,9 %) nach den Vereinigten Staaten der zweitgrößte Binnenmarkt für Bioprodukte ist. Auch auf den Zuwachs (+15,5 %) an Importeuren sei verwiesen. In dieser besonderen Kategorie rangiert Deutschland an erster Stelle. Laut dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL zählt Deutschland fast 1.700 Importbetriebe bei einem Einzelhandelsumsatz von 10 Mrd. Euro (größter Absatzmarkt in Europa). In Italien nehmen die Verkaufszahlen im Biosektor ebenfalls ständig zu. Sie beliefen sich zuletzt auf 3 Mrd. Euro. Italien ist zudem das Land mit den meisten Verarbeitern (mehr als 18.000 Verarbeiter im drittgrößten europäischen Absatzland). Und noch eine Angabe vom FiBL: Europa- und weltweit geben die Schweizer pro Kopf am meisten für Biolebensmittel aus.

Unter den Bioprodukten bildet frisches und verarbeitetes Obst und Gemüse stets das treibende Produktsegment. Die Vollsortimenter und Discounter des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) verzeichneten 2018 und Anfang 2019 den größten Zuwachs, während der klassische Einzelhandel stark rückläufige Zahlen verbucht.

Der Saisonstart der Herbstprodukte wird den positiven Gesamttrend noch bestärken. Das sonnige Spätsommerwetter in ganz Italien (das Projekt „Made in Nature“ wird neben der EU auch von den größten italienischen Bioerzeugern wie Brio, Canova, Conserve Italia, Lagnasco RK Growers und VeryBio unterstützt) verlieh den Bioprodukten starke Impulse, allen voran den Tafeltrauben, deren kernlose Sorten in den letzten Wochen große Absatzerfolge erzielten.

Eine hervorragende Qualität und gute Produktion verzeichnen auch die italienischen Bioäpfel (deren Anbaufläche in Italien 4,5 Mio. ha erreicht hat), die besonders aufgrund ihrer großen Sortenvielfalt sowie mit interessanten Neuheiten wie Candine und Story Inored, einer besonders hochwertigen, schorfresistenten Sorte, punkten. Gute Aussichten auch für biologisch angebaute Kiwis (4,1 Mio. ha in Italien), während die Ernte von Biobirnen zwar quantitativ durch Witterungsprobleme in den Anbaugebieten beeinträchtigt wurde, doch eine ausgezeichnete Qualität aufweist. Ebenfalls beste Qualität versprechen die für die Verarbeitung bestimmten Bioprodukte, darunter die Verarbeitungstomaten.

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