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Nachrichten 27.02.2020

Vom Baum, in die Kantine: Apfelsaft-Aktion für den guten Zweck

Den Grundstein für das Sozialprojekt schüttelten sich die Auszubildenden sprichwörtlich auf Streuobstwiesen der Papierfabrik August Koehler aus den Händen. Im vergangenen Herbst ernteten die jungen Leute dort Äpfel…

Vom Baum, in die Kantine: Apfelsaft-Aktion für den guten Zweck
Acht Azubis aus dem zweiten Ausbildungsjahr waren zusammen mit Ausbildungsleiter Stefan Grözinger auf Streuobstwiesen des Unternehmens unterwegs. (Foto: Koehler Paper Group)

Koehler Auszubildende spenden für Kinder- und Jugendhospizdienst

Der Kinder- und Jugendhospizdienst Ortenau nahm am 22. Januar eine Spende in Höhe von 1.500 Euro entgegen, die die Auszubildende Jennifer Kunz gemeinsam mit Ausbildungskoordinatorin Elke Brückner und Stefan Grözinger, Ausbildungsleiter bei Koehler, überreichten. „Der hohe Spendenbetrag war das Ergebnis gleich mehrerer ineinandergreifender Projekte der Koehler Auszubildenden im zweiten Lehrjahr“, erläutert Grözinger.

Vom Baum, in die Kantine: Apfelsaft-Aktion für den guten Zweck
Scheckübergabe beim Kinder- und Jugendhospizdienst Ortenau. (Foto: Koehler Paper Group)

Den Grundstein für das Sozialprojekt schüttelten sich die Auszubildenden sprichwörtlich auf Streuobstwiesen der Papierfabrik August Koehler aus den Händen. Im vergangenen Herbst ernteten die jungen Leute dort Äpfel und befreiten die Wiesen von faulem Obst und Müll. Anschließend verarbeitete die Mostkellerei Kasper in Oberkirch-Nussbach die Äpfel zu Saft. Die Flaschen mit dem naturbelassenen Bio-Apfelsaft wurden mit Etiketten beklebt, die die Auszubildenden selbst entworfen hatten.

Der Saft wurde der Koehler Belegschaft im Anschluss zur Verkostung angeboten. Selbst gestaltete Informationstafeln informierten über die Bedeutung von Streuobstwiesen und über den gesundheitlichen Nutzen von naturtrübem Apfelsaft. Auf diese Weise konnte das Umweltprojekt um den Aspekt des Betrieblichen Gesundheitsmanagements des Oberkircher Unternehmens erweitert werden. Die 691 Liter fanden in der Belegschaft eine große Zahl Abnehmer, die den Saft gegen eine Spende erwarben. Eigens dafür hatten die Auszubildenden mit dem 3D-Drucker ein großes rotes Sparschwein gedruckt. Noch vor Jahresende war der komplette Saft verteilt. Die gesamte Aktion wurde von den Auszubildenden selbst geplant und durchgeführt.

Den Blick über den Tellerrand wagen

Dass Umweltbildung und soziale Arbeit über die fachliche Qualifizierung hinaus in der Ausbildung bei Koehler ihren Platz haben, ist laut Grözinger fester Bestandteil der Werteorientierung des Unternehmens: „Wir leben die von uns definierten Werte und wollen diese auch an die junge Generation weitergeben. Das funktioniert natürlich am besten, wenn wir über einen längeren Zeitraum ein Projekt in den unterschiedlichsten Stadien begleiten. Die Pflege der Streuobstwiesen vermittelt ganz praktisches Wissen und macht die Sinnhaftigkeit unseres Engagements für unsere direkte Umwelt erlebbar. Immerhin bieten diese Wiesen mehr als 5.000 Tier- und Pflanzenarten Lebensraum“.

Was es wiederum bedeutet, die eigene Apfelernte weiterzuverarbeiten und auch zu vermarkten, erfuhren die Auszubildenden bei der Saftherstellung und beim Absatz im eigenen Unternehmen. „Dass wir dabei auch noch das Betriebliche Gesundheitsmanagement berücksichtigen konnten, war eine prima Ergänzung“, freut sich Grözinger, der bei Koehler auch für dieses Thema verantwortlich ist. Die Spende an den Kinder- und Jugendhospizdienst Ortenau öffnet den Blick der Auszubildenden für die Nöte von Kindern und Jugendlichen aus der Region. Es war der Wunsch der Auszubildenden, dass die Spendenerlöse der Apfelsaftaktion dieser Einrichtung zugute kommen.

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