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Marktdaten 09.03.2020

Ernährungsindustrie verzeichnet rückläufige Produktion zum Jahresende

Im Dezember erwirtschaftete die deutsche Ernährungsindustrie einen Umsatz von 15,6 Milliarden Euro. Damit konnte die Branche das Ergebnis des Vorjahreszeitraums um 4,7 Prozent steigern. Das Umsatzergebnis resultierte sowohl aus einem Absatz- als auch einem Preisanstieg.

Ernährungsindustrie verzeichnet rückläufige Produktion zum Jahresende
(Foto: BVE)

BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 03-20

Konjunktur

Im Dezember erwirtschaftete die deutsche Ernährungsindustrie einen Umsatz von 15,6 Milliarden Euro. Damit konnte die Branche das Ergebnis des Vorjahreszeitraums um 4,7 Prozent steigern. Das Umsatzergebnis resultierte sowohl aus einem Absatz- als auch einem Preisanstieg. Im Vorjahresvergleich stiegen die Absatzzahlen im Inland um 3,6 Prozent und im Ausland um 7,2 Prozent. Die Preissteigerung im Inland betrug 4,0 Prozent, im Ausland 4,3 Prozent. Insgesamt wurden Lebensmittel im Wert von 5,0 Milliarden Euro exportiert, das entsprach einem Anstieg von 7,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Produktion der Unternehmen hingegen verlief rückläufig, der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank im Dezember um 0,7 Prozent.

Agrarrohstoffmärkte

Die Agrarrohstoffkosten sind einer der größten Kostenfaktoren für die Lebensmittelproduktion. Vor allem steigende Rohstoffkosten sind eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen und wirken sich mittelfristig auf die Verbraucherpreise aus. Die Preisentwicklung an den globalen Agrarrohstoffmärkten resultiert aus den Angebots- und Nachfrage-schwankungen. Im Januar 2020 stieg der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel um 0,5 Punkte auf einen Indexwert von 96,1 Punkten. Im Vorjahresvergleich bedeutete dies einen Anstieg um 9,0 Prozent.

Ausblick: Geschäftsklima

Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im Februar 2020 entwickelte sich die Stimmungslage bei den Lebensmittelherstellern weiter positiv, der Saldo des Geschäftsklimas konnte zum zweiten Mal in Folge zulegen. Das Geschäftsklima gewann 14,6 Punkte und lag bei insgesamt 18,7 Punkten. Diese Entwicklung resultierte aus einer positiveren Beurteilung der aktuellen Geschäftslage und der Geschäftsaussichten als noch im Vormonat. Der Saldo der Geschäftserwartung in den nächsten 6 Monaten stieg um 19,1 Punkte auf insgesamt 6,4 Punkte. Die Beurteilung der eigenen Geschäftslage konnte um 9,4 Punkte auf insgesamt 31,8 Punkte zulegen, die Erwartung an die zukünftigen Verkaufspreise hingegen verzeichnete leichte Einbuße.

Konsumklima und Verbraucherpreise

Für die Stimmungslage bei den Verbrauchern ist das GfK Konsumklima ein wichtiger Indikator. Der Index stieg im Februar 2020 um 0,2 Punkte auf einen Saldo von insgesamt 9,9 Punkte. Gleichzeitig musste die Stimmung der Verbraucher im Februar einen leichten Dämpfer hinnehmen. Sowohl die Anschaffungsneigung als auch die Einkommenserwartung verzeichneten leichte Einbußen, während die Konjunkturerwartung etwas zulegen konnte. Aufgrund der gedämpften Verbraucherstimmung fiel die Märzprognose der GfK mit einem Index von 9,8 Punkten etwas schlechter aus als noch im Vormonat. Aufgrund der anhaltenden stabilen Situation am Arbeitsmarkt steht für die Konsumenten auch weiterhin der nachhaltige Genuss im Alltag im Fokus. Besonders höherwertige Qualitätslebensmittel werden weiterhin stark nachgefragt, was durch eine moderate Preissteigerung begünstigt wird. So stiegen die Lebensmittelpreise im Januar 2020 um 1,0 Prozent an, die allgemeinen Verbraucherpreise hingegen fielen um 0,6 Prozent im Vormonatsvergleich. Im Vorjahresvergleich konnte ein Preisanstieg von 2,4 Prozent im Bereich Lebensmittel und 1,7 Prozent bei den allgemeinen Verbraucherpreisen verzeichnet werden.

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