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Marktdaten 04.11.2020

August bringt Umsatz- und Produktionsrückgang in der Ernährungsindustrie

Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete im August 2020 einen Umsatz von 14,8 Milliarden Euro. Damit verzeichnete die Branche einen Umsatzrückgang von 2,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Sowohl der Inlandsumsatz als auch der Exportumsatz mussten Einbußen hinnehmen.

August bringt Umsatz- und Produktionsrückgang in der Ernährungsindustrie
Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im Oktober 2020 wurde der Erholungstrend des Geschäftsklimas gestoppt, erstmals seit Mai beurteilten mehr Unternehmen die wirtschaftliche Lage negativ als positiv. (Foto: BVE)

BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 11-20

Konjunktur

Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete im August 2020 einen Umsatz von 14,8 Milliarden Euro. Damit verzeichnete die Branche einen Umsatzrückgang von 2,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Sowohl der Inlandsumsatz als auch der Exportumsatz mussten Einbußen hinnehmen. Der Inlandsumsatz sank um 1,1 Prozent, der Inlandsabsatz um 1,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Insgesamt wurden Lebensmittel im Wert von 4,9 Milliarden Euro exportiert, dies entspricht einem Umsatzrückgang von 5,4 Prozent im Vorjahresvergleich. Der Absatzrückgang im Ausland lag bei 4,6 Prozent. Die Erzeugerpreise im Inland legten um 0,1 Prozent zu, während die Erzeugerpreise im Ausland mit 1,0 Prozent rückläufig waren. Wie schon in den Monaten zuvor zeigten sich die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Produktion. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex sank um 1,6 Prozent im Vorjahresvergleich.

Agrarrohstoffmärkte

Die Agrarrohstoffkosten sind einer der größten Kostenfaktoren für die Lebensmittelproduktion. Besonders steigende Rohstoffkosten sind eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen und wirken sich mittelfristig auf die Verbraucherpreise aus. Die Preisentwicklung an den globalen Agrarrohstoffmärkten folgt den Angebots- und Nachfrageschwankungen. Im September 2020 legte der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel im Vergleich zum Vormonat um 5,6 Prozent zu und lag bei 93,3 Punkten. Im Vorjahresvergleich stieg der Index um 7,2 Prozent.

Ausblick: Geschäftsklima

Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im Oktober 2020 wurde der Erholungstrend des Geschäftsklimas gestoppt, erstmals seit Mai beurteilten mehr Unternehmen die wirtschaftliche Lage negativ als positiv. Der Saldo des Geschäftsklimas sank um 15,0 Punkte im Vormonatsvergleich und lag damit bei insgesamt -5,7 Punkten. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage fiel ebenfalls negativer als im Vormonat aus, der Index sank um 9,1 Punkte. Die Geschäftserwartung der nächsten Monate zeichnet einen pessimistischen Blick in die Zukunft: Der Indikator sank um 22,8 Punkt auf einen Saldo von insgesamt -20,5 Punkte.

Konsumklima und Verbraucherpreise

Für die Stimmungslage bei den Verbrauchern ist das GfK Konsumklima ein wichtiger Indikator. Die Oktobererhebung der GfK spiegelt die Sorge vor negativen wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Pandemie wider. Sowohl die Konjunkturerwartung, die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung mussten Einbußen hinnehmen. Der Konsumklimaindex lag im Oktober 2020 bei -1,7 Punkten und verbesserte sich damit um 0,1 Punkte im Vormonatsvergleich. Mit Blick auf die negative Entwicklung der Stimmungsindikatoren rechnet die Gfk mit einem Sinken der Verbraucherstimmung und prognostiziert für November einen Indexwert des Konsumklimas von -3,1 Punkten. Die Verbraucherpreisentwicklung fiel im September moderat aus. Die Lebensmittelpreise sanken im Vormonatsvergleich um 0,3 Prozent, die allgemeinen Verbraucherpreise um 0,2 Prozent. Im Vorjahresvergleich stiegen die Lebensmittelpreise moderat um 0,6 Prozent, während die allgemeinen Verbraucherpreise um 0,2 Prozent sanken.

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