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Ziel 2030 im Visier: Warum die Industrie jetzt auf professionelle Partner für die Reduzierung von Lebensmittelabfällen setzt

Vier Jahre vor Ablauf der nationalen Zielsetzung, Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren, rückt die Frage in den Fokus, wie nicht nur Verbraucher, sondern auch Akteure in der Lieferkette und die Industrie das politisch Beschlossene konkret umsetzen können …

Ziel 2030 im Visier: Warum die Industrie jetzt auf professionelle Partner für die Reduzierung von Lebensmittelabfällen setzt
Seit seiner Gründung im Jahr 2014 hat Motatos europaweit mehr als 127.000 Tonnen Lebensmittel und Konsumgüter vor der Vernichtung bewahrt. (Foto: Motatos)

Vier Jahre vor Ablauf der nationalen Zielsetzung, Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren, rückt die Frage in den Fokus, wie nicht nur Verbraucher, sondern auch Akteure in der Lieferkette und die Industrie das politisch Beschlossene konkret umsetzen können. Spezialisierte E-Commerce-Anbieter wie Motatos schaffen hierfür eigenständige Absatzstrukturen, indem sie überschüssige Ware retten und über digitale Kanäle auf den Markt bringen und an die Verbraucher liefern.

Mehr als die Hälfte der Lebensmittelabfälle in der EU entsteht in privaten Haushalten. Gleichzeitig entfallen 47 % der Verluste auf die Lieferkette, darunter 19 % auf die Lebensmittel- und Getränkeherstellung, 11 % auf Restaurants und den Foodservice sowie 8 % auf den Handel und die Distribution. (Quelle: Eurostat) Lebensmittelabfälle verteilen sich somit über mehrere Marktstufen.

Produktionsmengen lassen sich optimieren, Prognosen verbessern und Prozesse verschlanken. Dennoch bleiben in jeder Lieferkette Effekte bestehen, die nicht vollständig planbar sind. Für Industrieunternehmen stellt sich vor diesem Hintergrund zunehmend die Frage, wie Produkte aus Überproduktion, mit kurzem Mindesthaltbarkeitsdatum, mit Verpackungsfehlern oder saisonale Artikel strukturiert und wirtschaftlich tragfähig zurück in den Markt geführt werden können.

Motatos als Partner der Industrie

Ein Unternehmen, das sich auf die strukturelle Integration von Überhängen spezialisiert hat, ist Motatos. Über einen klar getrennten digitalen Vertriebskanal vertreibt die Plattform bereits produzierte Lebensmittel und Konsumgüter und ist in mehreren europäischen Märkten aktiv.

Ziel 2030 im Visier: Warum die Industrie jetzt auf professionelle Partner für die Reduzierung von Lebensmittelabfällen setzt
Ben Hulme (Foto: Odbileg Nyamsuren 2026)

„Wir verstehen uns nicht als kurzfristige Lösung für einzelne Produktionsüberschüsse, sondern als langfristiger Infrastrukturpartner der Industrie“, sagt Ben Hulme, Chief Commercial Officer von Motatos. „Gemeinsam mit unseren Partnern schaffen wir Strukturen, die unvermeidbare Mengen planbar in den Markt integrieren und so wirtschaftliche Verluste sowie unnötige Abschreibungen reduzieren. Für viele Hersteller ist das heute Teil einer professionellen Vermarktungsstrategie und ein pragmatischer Weg, Nachhaltigkeitsziele operativ umzusetzen.“

Hulme verfügt über langjährige Erfahrung im Discount- und Quick-Commerce-Umfeld, unter anderem bei Lidl, Aldi sowie Getir und Delivery Hero. Seit seinem Wechsel zu Motatos ist er unter anderem für den Ausbau der Industriepartnerschaften in Deutschland und den nordischen Märkten verantwortlich.

Für Hersteller ergeben sich dabei zwei Effekte: Zum einen lassen sich Wertverluste reduzieren und zum anderen fließen die Volumina in dokumentierbare Nachhaltigkeitskennzahlen ein, beispielsweise im Rahmen von ESG-Strategien oder regulatorischen Anforderungen gemäß den EU-Vorgaben.

Über 127.000 Tonnen gerettete Lebensmittel und Konsumgüter

Seit seiner Gründung im Jahr 2014 hat Motatos europaweit mehr als 127.000 Tonnen Lebensmittel und Konsumgüter vor der Vernichtung bewahrt. Heute ist das Unternehmen in Schweden, Dänemark, Finnland, Deutschland, Österreich und der Schweiz aktiv und arbeitet mit über 1.0000 Industriepartnern zusammen.

Vor dem Hintergrund der nationalen Zielsetzung, die Lebensmittelabfälle bis 2030 zu halbieren, zeigt sich, dass neben Verbraucherinitiativen bereits professionell organisierte, marktwirtschaftlich tragfähige Modelle entlang der Lieferkette etabliert sind. Sie setzen dort an, wo Ware bereits produziert wurde, und integrieren unvermeidbare Überhänge strukturiert in den Markt. So wird Lebensmittelrettung zunehmend Teil unternehmerischer Praxis. Für Industrieunternehmen bedeutet das, Effizienz, Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit nicht getrennt, sondern zusammenzuführen.

Über Motatos
Motatos ist ein führendes E-Commerce- und Impact-Unternehmen, das die Art und Weise, wie die Lebensmittelindustrie mit Überschüssen umgeht, grundlegend verändert. Das 2014 in Schweden gegründete Unternehmen (dort bekannt als Matsmart) arbeitet mit Lebensmittel- und FMCG-Unternehmen zusammen, um Produkte zu retten, die aufgrund von Überproduktion, Verpackungsfehlern oder saisonalen Schwankungen Gefahr laufen, verschwendet zu werden. Indem Motatos diese einwandfreien Waren zu reduzierten Preisen weiterverkauft, schafft das Unternehmen eine effektive Lösung für Partner:innen und preisbewusste Kund:innen. Seit seiner Gründung hat das Unternehmen über 127.000 Tonnen Lebensmittel und Konsumgüter in ganz Europa vor der Verschwendung bewahrt. Heute ist das Unternehmen unter den Marken Matsmart und Motatos in Schweden, Finnland, Dänemark, Deutschland, Österreich und der Schweiz tätig.

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