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Nachrichten 20.11.2012

Abschluss des Interpoma 2012 Kongresses

Die Neuigkeiten aus Forschung und Züchtung stehen am dritten und letzten Tag auf dem Programm des Internationalen Kongresses „Der Apfel in der Welt“ im Rahmen der von Messe Bozen und Südtiroler Apfelkonsortium organisierten Fachmesse Interpoma 2012 Der letzte Kongresstag wurde von Ton den Nijs von der Wageningen UR Plant Breeding, University and Research Center aus […]

Die Neuigkeiten aus Forschung und Züchtung stehen am dritten und letzten Tag auf dem Programm des Internationalen Kongresses „Der Apfel in der Welt“ im Rahmen der von Messe Bozen und Südtiroler Apfelkonsortium organisierten Fachmesse Interpoma 2012

Der letzte Kongresstag wurde von Ton den Nijs von der Wageningen UR Plant Breeding, University and Research Center aus Holland mit einem Beitrag zum Thema dauerhafte multigene Resistenz bei neuen Apfelsorten durch Cis-Genen Transfer eröffnet, eine Alternative zu chemischen Behandlungsmethoden zur Vorbeugung von Pflanzenkrankheiten.

Den Daten des Experten zufolge zeigt sich in den Apfelanlagen in denen diese Methode angewandt wird, eine dauerhafte Beständigkeit des Cultivars bei gleichzeitiger Verminderung des Risikos der Genübertragung auf angrenzende Anbauflächen.

Im Anschluss wurde von Walter Guerra des Land- und Forstwirtschaftliches Versuchszentrum Laimburg eine Untersuchung der phänotypischen und genetischen Merkmale vier verschiedener Apfelsorten mit rotem Fruchtfleisch vorgestellt. Verantwortlich für die charakteristische Färbung sind die Anthocyane, Flavon-ähnliche Stoffe, die aufgrund ihrer antioxidantischen Eigenschaften eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von menschlichen Krankheiten spielen. Wissenschaftlichen Forschungsergebnissen zufolge wirken die Anthocyane als Antioxidantien vor allem als entzündungshemmend und besitzen tumorvorbeugende und antidiabetische Eigenschaften. Aus diesem Grund  wird weltweit und natürlich auch in Südtirol der Anbau von Apfelsorten mit rotem Fruchtfleisch getestet, deren erhebliches Marktpotential von den Experten prognostiziert wird. 

Zu diesem Thema nahm auch Markus Bradlwarter vom SK-Sortenkonsortium Südtirol Stellung und erläuterte die Ergebnisse einer Reihe von Konsumententests in Bezug auf Äpfel mit rotem Fruchtfleisch.

Den Resultaten dieser Tests zufolge stehen die zukünftigen Verbraucher den neuen Apfelvarianten noch mit gemischten Gefühlen gegenüber: einerseits zeigen sie sich interessiert gegenüber der neuen Frucht und wertschätzen deren Qualität, andererseits hegen sie den Verdacht auf Genmodifikation.  Es bedarf in Zukunft sicher einer angemessenen Kommunikationskampagne um über die Eigenschaften und Gesundheitsvorteile dieser neuen Sorten aufzuklären. 

Weiters haben Francois Laurens vom französischen Konsortium Fruitbredomics zu den neuen Methoden in der Sortenzüchtung von Äpfeln und Pfirsichen und Eva Negri vom Pharmakologischen Forschungsinstitut Mario Negri aus Mailand über die tumorvorbeugenden Eigenschaften des Apfels referiert. Die Ärztin präsentierte eine Studie über die diesbezüglich relevanten Inhaltsstoffe des Apfels. Die Daten der Untersuchung zeigen unter anderem auf, dass bei den italienischen Patienten in 20 bis 40 Prozent der Fälle von tumoralen Erkrankungen im Verdauungstrakt letztere auf mangelhafte Ernährung und insbesondere auf die unzureichende Aufnahme von Obst und Gemüse zurückzuführen sind.
Speziell die in Äpfeln enthaltenen Substanzen erweisen sich als besonders wirksam in der Krebsprävention und medizinische Studien haben ein geringeres Krankheitsrisiko bei  Testpersonen mit regelmäßigem Apfelkonsum festgestellt.

Zum Abschluss dieses letzten Kongresstages präsentierte schließlich Terence Robinson von der amerikanischen Cornell University in Geneva einige Beispiele für feuerbrandresistente Unterlagen.

20.11.2012

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