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Nachrichten 15.02.2013

Hochschule neuen Typs in Hessen

Geisenheim kombiniert als bundesweiter Vorreiter Lehre, Forschung & Praxis Seit Anfang des Jahres gibt es in Hessen einen neuen Hochschultyp, der im Hinblick auf zukünftige Anforderungen an internationale Ausbildungsqualität zwei bisher separate Hochschulformen miteinander kombiniert: Fachhochschule und Universität. Das bundesweit einzigartige Konzept integriert erstmals die praxisorientierten, berufsqualifizierenden Elemente der klassischen Fachhochschulausbildung und die forschungsbasierten und […]

Geisenheim kombiniert als bundesweiter Vorreiter Lehre, Forschung & Praxis

Seit Anfang des Jahres gibt es in Hessen einen neuen Hochschultyp, der im Hinblick auf zukünftige Anforderungen an internationale Ausbildungsqualität zwei bisher separate Hochschulformen miteinander kombiniert: Fachhochschule und Universität.

Das bundesweit einzigartige Konzept integriert erstmals die praxisorientierten, berufsqualifizierenden Elemente der klassischen Fachhochschulausbildung und die forschungsbasierten und für den wissenschaftlichen Nachwuchs bedeutsamen Elemente der universitären Ausbildung im Master- und Promotionsbereich.

In den Berufsfeldern des Weinbaus und der Weinwirtschaft, der Landschaftsarchitektur, des Gartenbaus sowie der Getränketechnologie können an der neuen Hochschule Geisenheim in Zukunft sämtliche Facetten an Ausbildungsmöglichkeiten durchlaufen werden — vom Einstieg in die praktische Berufsausbildung in momentan sieben Fachrichtungen über ein Hochschulstudium mit derzeit fünf Bachelor- und sechs Masterstudiengängen bis hin zur Promotion.

Ermöglicht wird die enge Verzahnung aus Lehre, Forschung und Praxis durch die organisatorische Re-Union der international renommierten Forschungsanstalt Geisenheim mit dem anerkannten „Fachbereich Geisenheim“ der Hochschule RheinMain, unter dem die „grünen“ Fachrichtungen zuletzt zusammengefasst waren.

Durch die Modernisierung der Forschungsstruktur und die organisatorische Zuordnung von Wissenschaftlern und technisch-administrativen Mitarbeitern zu sechs neu definierten Forschungszentren will die Hochschule noch stärkere Synergieeffekte schaffen und die bereits aktiv gelebte interdisziplinäre Forschung in Geisenheim weiter verbessern. Auch in anderer Hinsicht präsentiert sich die Hochschule Geisenheim stark zukunftsorientiert. Sukzessive sollen unter anderem neue Lehr- und Lernmethoden in Geisenheim einfließen, darunter zum Beispiel die flexible Gestaltung berufsbegleitender Studiengänge. Aber auch die Einführung von Elementen des eLearnings soll zunehmend von Bedeutung sein.

Ebenfalls soll die Internationalisierung der Hochschule Geisenheim intensiv vorangetrieben werden. Bereits heute bestehen Kooperationen mit Lehr- und Forschungsinstitutionen in 38 Ländern. In Zukunft soll vor allem auf die Förderung und Vermittlung von Auslandsaufenthalten der Geisenheimer Studierenden besonderes Augenmerk gerichtet werden.

Dass dieser neuen Hochschule in staatlicher Trägerschaft zukünftig besondere Bedeutung zukommen wird, lässt sich nicht nur aus der Verleihung des Promotionsrechts ableiten, das anfangs in Kooperation mit einer Partneruniversität, z.B. der JLU Gießen, ausgeübt wird. Auch die finanzielle Ausstattung der Hochschule Geisenheim, die sich an universitäre Bedingungen anlehnt sowie die offizielle Bezeichnung „Hochschule Geisenheim University“ sprechen hier eine klare Sprache.

15.02.2013

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