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Nachrichten 27.06.2013

VdAW-Verbandstag 2013 in Sindelfingen

Die Mitgliedsbetriebe des Agrargewerbes haben ihren Platz behauptet und die ständigen Veränderungen und Herausforderungen des Marktes positiv bewältigt wurde auf dem Verbandstag am 25. Juni 2013, in Sindelfingen festgestellt. Die Umsatzzahlen konnten 2012 in fast allen Sparten deutlich gesteigert werden. Der Gesamtumsatz stieg auf rund 4,1 Mrd. Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Dies sind ca. 10 […]

Die Mitgliedsbetriebe des Agrargewerbes haben ihren Platz behauptet und die ständigen Veränderungen und Herausforderungen des Marktes positiv bewältigt wurde auf dem Verbandstag am 25. Juni 2013, in Sindelfingen festgestellt. Die Umsatzzahlen konnten 2012 in fast allen Sparten deutlich gesteigert werden. Der Gesamtumsatz stieg auf rund 4,1 Mrd. Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Dies sind ca. 10 % mehr als im Vorjahr. Die günstigere Konjunkturprognose im laufenden Geschäftsjahr darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass stabile wirtschaftliche Verhältnisse mit langfristigen positiven Wachstumsraten derzeit nur moderat zu erwarten sind.

Die Fruchtsaftunternehmen erkennen, dass die Hälfte der fruchthaltigen Getränke in PET-Einwegflaschen verkauft werden, die vor allem beim Großhandel wegen ihres geringen Gewichts und der nicht notwendigen Logistik des Rücktransports punkten.

Beim Discount als größter Absatzkanal zeichnet sich eine Sättigung dieses Vertiebsweges an – im vergangenen Jahr nahm der Anteil erneut ab und liegt derzeit bei knapp 60 %. Die Hälfte des deutschen Apfelsaftes wird von den Fruchtsaftbetrieben in Baden-Württemberg erzeugt. Die Vermarktung des Apfelsaftes wandert immer stärker vom Fachhandel hin zu Discountern. Der Konsum von Fruchtsäften geht seit zwei Jahren deutlich zurück und verzeichnete allein im vergangenen Jahr fast einen Umsatzeinbruch von 10 %. Im Wettbewerb zu den Apfelsäften aus heimischen Streuobstwiesen nimmt die Safterzeugung mit Billigkonzentraten aus China, die über Polen und die Türkei nach Deutschland eingeführt werden, weiter zu. Fruchtsaftbetriebe, die Apfelsäfte aus heimischer Produktion herstellen, müssen für diese Säfte am Markt einen höheren Preis erzielen, um den Streuobstbesitzern einen akzeptablen Erzeugerpreis für das Mostobst bezahlen zu können.

Die Trauben- und Weinproduktion steht derzeit ganz im Zeichen der neuen EU-Weinmarktordnung. Der Weinmarkt blieb im vergangenen Jahr von der Wirtschaftskrise weitgehend verschont. Der Umsatz mit Wein in Deutschland ist 2012 erneut um 1,2 % gestiegen. Der Weinmengenumsatz war im vergangenen Jahr allerdings mit einem Minus von 1,5 % leicht rückläufig, insgesamt also ein recht stabiler Weinmarkt. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die nachgewiesene Verlagerung des Außer-Haus-Konsums in Richtung in-Haus-Konsum.

26.06.2013

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