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Nachrichten 21.11.2013

Mineralbrunnen unterstützen Fracking-Moratorium

Zum Thema Fracking unterstützen die deutschen Mineralbrunnen die Position der Arbeitsgruppe Umwelt in den Koalitionsverhandlungen. „Die Reinheit des Wassers und die Gesundheit der Menschen müssen absoluten Vorrang haben. So wird die Politik ihrer Verantwortung gerecht und trägt den berechtigten Sorgen eines Großteils der Bevölkerung Rechnung. Fracking darf nur erlaubt werden, wenn jegliche Risiken ausgeschlossen sind“, […]

Zum Thema Fracking unterstützen die deutschen Mineralbrunnen die Position der Arbeitsgruppe Umwelt in den Koalitionsverhandlungen. „Die Reinheit des Wassers und die Gesundheit der Menschen müssen absoluten Vorrang haben. So wird die Politik ihrer Verantwortung gerecht und trägt den berechtigten Sorgen eines Großteils der Bevölkerung Rechnung. Fracking darf nur erlaubt werden, wenn jegliche Risiken ausgeschlossen sind“, erklärt Stefan Seip, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen e. V. (VDM) in Bonn. „Wir fordern die Arbeitsgruppe Energie auf, dem vorgeschlagenen Moratorium zuzustimmen.“ Die Arbeitsgruppe Umwelt will für ein Moratorium sorgen, also einen gesetzlich angeordneten Verzicht auf das Fracking, „bis ausreichende wissenschaftliche Erkenntnisse vorliegen und alle Risiken für Gesundheit und Umwelt bewertet und ausgeschlossen werden.“

Aus Sicht des VDM sollte die so gewonnene Zeit genutzt werden, um gesetzliche Regelungen zum Fracking in der neuen Legislaturperiode unter Einbeziehung aller relevanten Aspekte neu anzugehen. Dazu gehört ein ausdrückliches Frackingverbot, einschließlich des Verpressens von Rücklauf-, Lagerstätten- und Abfallwasser, in allen Gebieten, in denen Wasser zum Trinken und zur Herstellung von Lebensmitteln genutzt wird. Das sind Einzugsgebiete von amtlich anerkannten Mineralquellen und staatlich anerkannten Heilquellen ebenso wie Wasserschutzgebiete von Trinkwasserversorgungsanlagen, Wassereinzugsgebiete von Seen, Talsperren und Flüssen, die für die öffentliche Trinkwasserversorgung genutzt werden, sowie Einzugsgebiete von Brunnen für Quellwasser, für das Brauen von Bier und für die Herstellung von Erfrischungsgetränken und weiteren Lebensmitteln.

Natürliches Mineralwasser wäre von den Gefahren des Frackings besonders betroffen. Es bedarf als einziges Lebensmittel in Deutschland einer amtlichen Anerkennung und muss von ursprünglicher Reinheit sein. Das Eindringen bereits geringster Verunreinigungen in ein Mineralwasservorkommen kann dazu führen, dass das Mineralwasser diese amtliche Anerkennung verliert. Anders als bei Trinkwasser ist eine Aufbereitung zur Entfernung von Schadstoffen bei natürlichem Mineralwasser nicht zulässig. Das Fracking kann so zu einer existenzbedrohenden Gefahr für Mineralbrunnenunternehmen werden.

21.11.2013

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