AGRANA steigert Konzern-EBIT auf 129,0 Mio. €
Die AGRANA Beteiligungs-AG verbesserte im Geschäftsjahr 2015/16 das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) um rund 6 % auf 129 Mio. € (Vorjahr: 121,7 Mio. €). Der Konzernumsatz war mit 2.477,6 Mio. € (Vorjahr: 2.493,5 Mio. €) stabil, wobei der geringfügige Rückgang um 0,6 % insbesondere auf ganzjährig tiefe Zuckerpreise zurückzuführen war. Während im Segment Stärke das EBIT um […]
Die AGRANA Beteiligungs-AG verbesserte im Geschäftsjahr 2015/16 das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) um rund 6 % auf 129 Mio. € (Vorjahr: 121,7 Mio. €). Der Konzernumsatz war mit 2.477,6 Mio. € (Vorjahr: 2.493,5 Mio. €) stabil, wobei der geringfügige Rückgang um 0,6 % insbesondere auf ganzjährig tiefe Zuckerpreise zurückzuführen war. Während im Segment Stärke das EBIT um 21,8 % auf 65,9 Mio. € verbessert werden konnte, führten im Segment Zucker die niedrigeren Erlöse zu einem markant schwächeren, aber weiterhin positiven Ergebnis von 4,3 Mio. €. Im Segment Frucht hielten die operativ besseren Fruchtzubereitungen das EBIT mit 58,8 Mio. € trotz einer deutlich schwächeren Ertragsentwicklung bei Fruchtsaftkonzentraten stabil.
AGRANA Vorstandsvorsitzender DI Johann Marihart: „Mehr denn je profitieren wir von unserer Diversifizierung in drei Standbeine, mit der wir ein respektables Jahresergebnis erzielten. Während im Segment Zucker die preisbedingt niedrigeren Erlöse zu einem erwartet schwächeren, aber positiven Ergebnis führten, erwiesen sich die Segmente Stärke und Frucht als verlässliche Ertragsstützen. Das Segment Stärke profitierte dabei nicht nur von seiner Produktvielfalt im Food- und Non-Food-Bereich, sondern auch von den im Vergleich zum Vorjahr höheren Ethanolpreisen und erreichte beim EBIT sogar das bisher beste Ergebnis in seiner Geschichte. Das Segment Frucht erzielte ein Ergebnis auf Vorjahresniveau, wobei der Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen ebenfalls eine deutliche Ergebnissteigerung erreichte. Das Fruchtsaftkonzentratgeschäft hingegen litt v.a. unter den niedrigen Apfelsaftkonzentratpreisen aus der Ernte 2014.“
Segment ZUCKER
Der Umsatz im Segment Zucker sank im Geschäftsjahr 2015/16 um 8,0 % auf 672,6 Mio. €. Das EBIT in Höhe von 4,3 Mio. € lag wie erwartet um 52,2 % deutlich unter dem Ergebnis des Vorjahres. Trotz anhaltend tiefer Verkaufspreise führten in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Rohzuckerkosten und der zusätzliche Deckungsbeitrag aufgrund gestiegener Absatzmengen zu einem positiven EBIT.
Segment STÄRKE
Der Umsatz des Segmentes Stärke lag mit 721,6 Mio. € um 3,1 % leicht über dem Vorjahreswert. Umsatzzuwächse konnten u.a. im Geschäftsbereich Bioethanol aufgrund gestiegener Verkaufspreise sowie bei Stärke-Derivaten aufgrund höherer Absatzmengen erzielt werden. Das EBIT in Höhe von 65,9 Mio. € übertraf den Vorjahreswert um 21,8 % deutlich. Neben einem preisbedingten Erlösanstieg (v.a. bei Ethanol) und höheren Absatzmengen konnte diese Steigerung durch gesunkene Rohstoff- und Energiepreise erreicht werden.
Segment FRUCHT
Der Umsatz im Segment Frucht stieg um 2,0 % auf 1.083,4 Mio. €. Bei Fruchtzubereitungen lag der Absatz leicht über dem Vorjahresniveau und auch gestiegene Verkaufspreise, verstärkt durch vorteilhafte Fremdwährungseffekte, führten zu einem Umsatzanstieg um rund 8 %. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate hingegen ging der Umsatz v.a. aufgrund stark gesunkener Verkaufspreise für Apfelsaftkonzentrat aus der Ernte 2014 um rund 18 % zurück. Das Segment-EBIT lag mit 58,8 Mio. € auf Vorjahresniveau.
Ausblick
Auf einer wirtschaftlich soliden Basis mit den Segmenten Zucker, Stärke und Frucht und einem diversifizierten Geschäftsmodell, sieht sich AGRANA auch für das neue Geschäftsjahr gut gerüstet. „Aus heutiger Sicht gehen wir für das Geschäftsjahr 2016/17 sowohl beim Konzernumsatz als auch beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von einem moderaten Anstieg aus“, so Vorstandsvorsitzender Marihart.
Im Geschäftsjahr 2016/17 wird das Investitionsvolumen in den drei Segmenten mit insgesamt rund 114 Mio. € deutlich über den Abschreibungen in Höhe von knapp 90 Mio. € liegen.
18.05.2016





