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Marktdaten 02.12.2020

Inlandsgeschäft sorgt für Umsatzplus in der Ernährungsindustrie

Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete im September 2020 einen Umsatz von 15,7 Milliarden Euro. Damit konnte die Branche ihren Umsatz um 0,9 Prozent im Vorjahresvergleich steigern. Der Inlandsumsatz stieg um 2,9 Prozent, der Inlandsabsatz um 3,2 Prozent im Vorjahresvergleich.

Inlandsgeschäft sorgt für Umsatzplus in der Ernährungsindustrie
(Foto: BVE)

BVE-Konjunkturreport Ernährungsindustrie 12-20

Konjunktur

Die deutsche Ernährungsindustrie erwirtschaftete im September 2020 einen Umsatz von 15,7 Milliarden Euro. Damit konnte die Branche ihren Umsatz um 0,9 Prozent im Vorjahresvergleich steigern. Der Inlandsumsatz stieg um 2,9 Prozent, der Inlandsabsatz um 3,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Insgesamt wurden Lebensmittel im Wert von 5,2 Milliarden Euro exportiert, dies entspricht einem Umsatzrückgang von 2,8 Prozent im Vorjahresvergleich. Der Absatzrückgang im Ausland lag bei 1,4 Prozent. Die Erzeugerpreise im Inland sanken leicht um 0,3 Prozent, die Erzeugerpreise im Ausland fielen mit -1,5 Prozent etwas stärker. Nachdem die Ernährungsindustrie in den vorherigen Monaten eine rückläufige Produktionsleistung verzeichnen musste konnte der Negativtrend im September umgekehrt werden. Der kalender- und saisonbereinigte Produktionsindex stieg um 4,5 Prozent im Vorjahresvergleich.

Agrarrohstoffmärkte

Die Agrarrohstoffkosten sind einer der größten Kostenfaktoren für die Lebensmittelproduktion. Besonders steigende Rohstoffkosten sind eine zusätzliche Belastung für die Unternehmen und wirken sich mittelfristig auf die Verbraucherpreise aus. Die Preisentwicklung an den globalen Agrarrohstoffmärkten folgt den Angebots- und Nachfrageschwankungen. Im Oktober 2020 legte der HWWI-Rohstoffpreisindex für Nahrungs- und Genussmittel im Vergleich zum Vormonat um 3,1 Prozent zu und lag bei 96,2 Punkten. Im Vorjahresvergleich stieg der Index um 7,1 Prozent.

Ausblick: Geschäftsklima

Der monatlich erscheinende ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die Stimmung und Erwartungen der Ernährungsindustrie. Im November 2020 konnte das Geschäftsklima nach einem Einbruch im Oktober ein leichtes Plus verzeichnen. Mit einem Saldo von -1,3 Punkten lag der Indikator weiterhin im negativen Bereich, konnte im Vormonatsvergleich jedoch 4,4 Punkte dazugewinnen. Die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage fiel ebenfalls positiver als im Vormonat aus, mit einem Saldo von 15,0 Punkten legte der Indikator um 4,6 Punkte zu. Der Indikator „Geschäftserwartung der nächsten Monate“ stieg um 4,1 Punkte im Vormonatsvergleich, mit einem Saldo von insgesamt -16,4 Punkten fallen die Geschäftserwartungen der nächsten 6 Monate jedoch mehrheitlich negativ aus.

Konsumklima und Verbraucherpreise

Für die Stimmungslage bei den Verbrauchern ist das GfK Konsumklima ein wichtiger Indikator. Die Novembererhebung der GfK spiegelt die Sorge vor negativen wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Pandemie wider. Sowohl die Konjunkturerwartung und die Einkommenserwartung als auch die Anschaffungsneigung mussten Einbuße hinnehmen. Der Konsumklimaindex lag im November 2020 bei -3,2 Punkten und sank damit um 1,5 Punkte im Vormonatsvergleich. Mit Blick auf die negative Entwicklung der Stimmungsindikatoren rechnet die Gfk mit einem Sinken der Verbraucher-stimmung und prognostiziert für November einen Indexwert des Konsumklimas von -6,7 Punkten. Die Verbraucherpreisentwicklung fiel im Oktober moderat aus. Die Lebensmittelpreise stiegen im Vormonatsvergleich um 0,4 Prozent, die allgemeinen Verbraucherpreise um 0,1 Prozent. Im Vorjahresvergleich stiegen die Lebensmittelpreise moderat um 1,3 Prozent während die allgemeinen Verbraucherpreise um 0,2 Prozent sanken.

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