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Corona sorgt für Umsatzrückgang im 2. und 3. Quartal 2020 in der Ernährungsindustrie

Im aktuellen Konjunkturbericht 02|2020 veröffentlicht die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) Daten und Fakten zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Branche im zweiten und dritten Quartal 2020.

Corona sorgt für Umsatzrückgang im 2. und 3. Quartal 2020 in der Ernährungsindustrie
(Foto: BVE)

BVE veröffentlicht Bericht zur aktuellen wirtschaftlichen Lage der Ernährungsindustrie 02|2020

Im aktuellen Konjunkturbericht 02|2020 veröffentlicht die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) Daten und Fakten zur wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Branche im zweiten und dritten Quartal 2020.

Die negativen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die deutsche Wirtschaft waren im Jahresverlauf 2020 in der Ernährungsindustrie deutlich zu spüren. Im zweiten Quartal 2020 erwirtschaftete die Ernährungsindustrie insgesamt 44,2 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 3,5 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht. Das Ergebnis wurde hierbei von einer positiven Preisentwicklung gestützt, der Absatzrückgang fiel mit -4,6 Prozent stärker aus. Sowohl das Inlandsgeschäft als auch der Export entwickelten sich rückläufig, wobei der Export stärkere Einbuße verzeichnete. Die Auswirkungen des Lockdowns im Frühjahr 2020 haben zusätzlich für einen außergewöhnlich starken Einbruch in der Lebensmittelproduktion geführt. Bereinigt um Saison- und Kalendereffekte wurde die Produktion im zweiten Quartal 2020 um 5,7 Prozent gesenkt.

Die negative Entwicklung aus dem Vorquartal wurde im dritten Quartal 2020 fortgesetzt, mit einem Umsatz von 46,2 Milliarden sank das Ergebnis um 1,2 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Der Absatzrückgang fiel mit -0,9 Prozent etwas geringer aus. Bei einer stagnierenden Preisentwicklung stiegen sowohl der Inlandsumsatz als auch der Absatz um 0,6 Prozent im Vorjahresvergleich. Insgesamt erwirtschaftete die Branche auf dem Heimatmarkt rund 31 Milliarden Euro. Das Exportgeschäft entwickelte sich hingegen rückläufig, die Branche erwirtschaftete im Ausland 15,1 Milliarden Euro und verfehlte das Vorjahresergebnis damit um -4,7 Prozent. Nach Beendigung des Lockdowns im Frühling konnte sich die Produktionsleistung in der Ernährungsindustrie im dritten Quartal erholen: der um Saison- und Kalendereffekte bereinigte Produktionsindex stieg um 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Diese Entwicklung zeigte sich ebenso bei Betrachtung des Geschäftsklimas in der Ernährungsindustrie. Der Beginn der Corona-Pandemie und die Maßnahmen zur Eindämmung des Pandemiegeschehens führten zu einem starken Einbruch des Ifo-Geschäftsklimaindex im zweiten Quartal 2020, gefolgt von einer Erholung im dritten Quartal 2020. Im zweiten Quartal lag das Geschäftsklima rund 11 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals, der Index „Beurteilung der aktuellen Geschäftslage“ verlor rund 17 Prozent im Vorjahresvergleich. Im dritten Quartal führte eine rasche Erholung zu Indexwerten auf Vorkrisenniveau.
Der Blick in die Zukunft fiel moderat optimistisch aus. Der Index „Geschäftserwartungen der nächsten 6 Monate“ lag im dritten Quartal 2020 bei 103,4 Punkten. Damit überwog der Anteil an Unternehmen mit positiver Geschäftserwartung gegenüber derer, die eine negative Entwicklung erwarteten.

Der vorliegende Bericht zur wirtschaftlichen Lage gibt neben einer Übersicht über die Investitionsplanung nicht nur einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen zum Umsatz, Preisen sowie Geschäfts- und Konsumklima, sondern zeigt auch, wie sich der Arbeitsmarkt im Bereich der Ernährungsindustrie entwickelt hat und gibt einen Situationsbericht über die Situation in den Teilbranchen.

Download: Bericht zur aktuellen wirtschaftlichen Lage der Ernährungsindustrie 02|2020

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