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Nachrichten 21.07.2021

AGRANA bestätigt positiven Ausblick für Geschäftsjahr 2021/22

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021|22 (1. März – 31. Mai 2021) verzeichnete der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern AGRANA beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) einen Rückgang von 32,0 Mio. € auf 20,9 Mio. €. Der Umsatz stieg leicht auf 705,8 Mio. €.

AGRANA bestätigt positiven Ausblick für Geschäftsjahr 2021/22
Fruchtzubereitungs- und Fruchtsaftkonzentratwerk Gleisdorf (Foto: AGRANA)

EBIT-Rückgang im ersten Quartal 2021/22

AGRANA bestätigt positiven Ausblick für Geschäftsjahr 2021/22
Markus Mühleisen (Foto: AGRANA)

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2021|22 (1. März – 31. Mai 2021) verzeichnete der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern AGRANA beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) einen Rückgang von 32,0 Mio. € auf 20,9 Mio. €. Der Umsatz stieg leicht auf 705,8 Mio. € (Vorjahr: 652,6 Mio. €). Dazu AGRANA-CEO Markus Mühleisen: „AGRANA ist im Vergleich zum Vorjahr schwächer in das neue Geschäftsjahr gestartet. Ausschlaggebend dafür waren rückläufige Ergebnisse im Segment Stärke aufgrund höherer Rohstoffkosten und geringere Absätze im Segment Zucker. Das Segment Frucht verzeichnete im ersten Geschäftsquartal eine stabile Entwicklung. Obwohl das laufende Geschäftsjahr pandemiebedingt wieder sehr volatil und die COVID-19-Pandemie noch nicht ausgestanden ist, erwarten wir für das Gesamtjahr 2021/22 einen deutlichen Ergebnisanstieg gegenüber 2020/21. Dazu beitragen sollen im Segment Frucht eine Erholung des Fruchtsaftkonzentratgeschäftes mit Beginn der Apfelkampagne 2021, im Segment Stärke eine verbesserte Marktnachfrage sowie im Segment Zucker steigende Zuckerpreise.“

Geschäftsentwicklung im ersten Geschäftsquartal 2021/22 in den Segmenten

Segment FRUCHT

Der Umsatz im Segment Frucht lag mit 320,7 Mio. € moderat über dem Vorjahr. Bei Fruchtzubereitungen stiegen die Umsätze v.a. aufgrund höherer Absätze. Im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate gingen die Umsatzerlöse preisbedingt leicht zurück. Das EBIT im Segment Frucht betrug 15,9 Mio. € und blieb damit gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres stabil. Bei Fruchtzubereitungen lag das Ergebnis v.a. aufgrund einer positiven Geschäftsentwicklung in den Regionen Europa und Russland deutlich über dem Vorjahreswert. Dem gegenüber stand eine Ergebnisverschlechterung im Geschäftsbereich Fruchtsaftkonzentrate aufgrund geringerer Ausliefermengen in Kombination mit niedrigeren Deckungsbeiträgen bei Apfelsaftkonzentraten aus der Ernte 2020.

Segment STÄRKE

Der Umsatz im Segment Stärke stieg gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres deutlich auf 234,6 Mio. €. Ein Jahr nach dem Beginn der COVID-19-Pandemie waren auf den Stärke- Märkten Erholungstendenzen erkennbar. Es wurden mehr Haupt- und Nebenproduktmengen nachgefragt als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Gleichzeitig verharrten die Verkaufspreise der meisten Hauptprodukte noch auf dem niedrigen Vorjahresniveau. Die Ethanolpreise haben sich aufgrund einer gestiegenen Benzinnachfrage erholt und lagen mit durchschnittlich 587 € pro m3 um 95 € höher als in der Vergleichsperiode 2020|21. Das EBIT betrug im ersten Quartal 11,5 Mio. € und war damit v.a. aufgrund stark gestiegener Getreidepreise aus der Ernte 2020 deutlich niedriger als im Vorjahr.

Segment ZUCKER

Im Segment Zucker lagen die Umsatzerlöse mit 150,5 Mio. € leicht über dem Vorjahr. Zu dieser Verbesserung führten höhere Absätze von Rübensaatgut und sonstigen Agrarprodukten. Das EBIT fiel mit -6,5 Mio. € deutlich schwächer als im Vorjahr aus. Dies war auf deutlich niedrigere Zuckerverkaufsmengen zurückzuführen – in der Vergleichsperiode des Vorjahres gab es COVID-19 bedingt überdurchschnittlich hohe Vorratseinkäufe im Retailbereich. In der Zuckerkampagne 2020 wurde in Folge des Schädlingsbefalls, v.a. in Österreich, wieder eine unterdurchschnittliche Eigenproduktion verzeichnet. Die daraus resultierende geringere Marge aus notwendigem Handels- und Raffinationszucker ist ein weiterer wesentlicher Grund für die schwächere Zucker-EBIT- Performance im heurigen ersten Geschäftsquartal.

Ausblick

Trotz der weiterhin großen Herausforderungen aufgrund der COVID-19-Pandemie erwartet AGRANA für das Geschäftsjahr 2021/22 einen deutlichen Anstieg beim EBIT. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Anstieg ausgegangen.

Das Investitionsvolumen des Konzerns soll in Summe mit rund 90 Mio. € zwar über dem Wert von 2020/21, jedoch deutlich unter den geplanten Abschreibungen in Höhe von rund 121 Mio. € liegen.

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