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Nachrichten 28.01.2022

Mit solider Geschäftsentwicklung nach 9 Monaten bleibt AGRANA für das Gesamtjahr auf Kurs in Richtung deutlichem EBIT-Anstieg

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2021/22 (1. März bis 30. November 2021) hat der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern AGRANA ein Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von 76,0 Mio. EUR (Q1-3 2020/21: 84,3 Mio. EUR) erzielt.

Mit solider Geschäftsentwicklung nach 9 Monaten bleibt AGRANA für das Gesamtjahr auf Kurs in Richtung deutlichem EBIT-Anstieg
(Foto: Agrana)

In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2021/22 (1. März bis 30. November 2021) hat der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern AGRANA ein Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) von 76,0 Mio. EUR (Q1-3 2020/21: 84,3 Mio. EUR) erzielt. Die Umsatzerlöse betrugen 2.169,6 Mio. EUR (Q1- 3 2020/21: 1.965,3 Mio. EUR).

Mit solider Geschäftsentwicklung nach 9 Monaten bleibt AGRANA für das Gesamtjahr auf Kurs in Richtung deutlichem EBIT-Anstieg
Markus Mühleisen (Foto: AGRANA)

Dazu AGRANA-CEO Markus Mühleisen: „Wir haben seit Beginn des Geschäftsjahres nach einer schwächeren ersten Jahreshälfte für das zweite Halbjahr ein besseres Ergebnis als im Vorjahr prognostiziert. Diesen Ausblick konnten wir im dritten Quartal mit einem EBIT von 31,2 Mio. EUR bestätigen (Q3 2020/21: 28,5 Mio. EUR) Nach dieser erfreulichen Geschäftsentwicklung im dritten Quartal erwarten wir auch im vierten Quartal im Jahresvergleich eine sehr deutliche EBIT- Verbesserung. Daher sind wir für das volle Geschäftsjahr nach wie vor zuversichtlich, das EBIT des Vorjahres deutlich – also zumindest um 10 % – zu übertreffen. Der Weg dorthin ist in den letzten Monaten mit sehr stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreisen aber wesentlich schwieriger geworden.“

Geschäftsentwicklung in den Segmenten

Segment FRUCHT

Der Umsatz im Segment Frucht wuchs in den ersten drei Quartalen mit 939,1 Mio. EUR moderat um 5,3 %. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen stiegen die Umsätze v.a. aufgrund höherer Verkaufspreise. Bei Fruchtsaftkonzentraten gingen die Umsatzerlöse mengenbedingt leicht zurück. Das EBIT erreichte nach neun Monaten 36,2 Mio. EUR und lag damit um 12,3 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Grund für die Verschlechterung lag v.a. im schwächeren Verkauf von Fruchtsaftkonzentraten aus der Ernte 2020. Dafür waren geringere Ausliefermengen in Kombination mit niedrigeren Deckungsbeiträgen bei Apfelsaftkonzentraten im ersten Halbjahr 2021|22 maßgeblich.

Segment STÄRKE

Der Umsatz im Segment Stärke lag in den ersten drei Quartalen 2021/22 mit 737,8 Mio. EUR deutlich (+18,8 %) über dem Vorjahreswert. Es wurden höhere Haupt- und Nebenproduktmengen nachgefragt als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Im Ethanolgeschäft erreichten die Platts-Notierungen im dritten Quartal historische Höchststände und lagen in den ersten drei Quartalen im Durchschnitt um 24 % über dem Wert der Vergleichsperiode. Das EBIT ist nach neun Monaten mit 53,5 Mio. EUR um 8,5 % unter den Vorjahreswert gesunken. Die Hauptursache dafür waren im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Einkaufspreise für Rohstoffe (Weizen, Mais) und Energie, die noch nicht in vollem Ausmaß über angepasste Produktpreise ausgeglichen werden konnten.

Segment ZUCKER

Der Umsatz im Segment Zucker erhöhte sich in den ersten drei Quartalen 2021/22 mit 492,7 Mio. EUR um 8,8 % gegenüber dem Vorjahr. Neben erneut hohen Absätzen im Retail-Bereich, gab es auch eine Erholung in der Industriesparte, in der mehr Zucker als in der Vorjahresperiode verkauft wurde. Das EBIT in den ersten drei Quartalen 2021|22 fiel mit -13,7 Mio. EUR zwar besser als im Vorjahr aus, war aber auch nach neun Monaten negativ. Hier wirkte noch die unterdurchschnittliche Eigenproduktion nach der schädlingsbedingt geringen Ernte 2020 und die daraus resultierende geringere Marge aus notwendigem Handels- und Raffinationszucker nach.

Ausblick

AGRANA rechnet für das volle Geschäftsjahr 2021/22 unverändert mit einem deutlichen Anstieg beim Konzern-EBIT; also mit einer Steigerung um zumindest 10 %. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Anstieg ausgegangen. Aufgrund der extremen Volatilitäten bei Rohstoff- und Energiepreisen und einer wieder verschärften COVID-19- Situation – vierte Welle in Kombination mit dem Auftreten der neuen Omikron-Variante – ist die Prognose für das Gesamtjahr aber von sehr hoher Unsicherheit geprägt.

Das Investitionsvolumen der AGRANA-Gruppe beträgt im Geschäftsjahr 2021/22 92 Mio. EUR und liegt damit deutlich unter den Abschreibungen von rund 120 Mio. EUR.

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