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Abfüllung & Verpackung 17.08.2022

Carlsberg präsentiert die neueste Version der Fibre Bottle

Im Forschungslabor erprobt die Carlsberg Brauereigruppe seit 2015 ein neues, innovatives Projekt: Die sogenannte Fibre Bottle, die als Fibre Bottle 2.0 nun in eine großangelegte Pilotphase übergeht.

Mit der angezielten Marktreife strebt Carlsberg denselben niedrigen Kohlenstoff-Fußabdruck an wie den einer wiederbefüllbaren Glasflasche. Der Einsatz der Fibre Bottle in großem Maßstab soll das Verpackungsangebot bedürfnisgerecht erweitern und bestehende Verpackungen wie Glasflaschen und Dosen ergänzen. (Foto: Carlsberg)

Im Forschungslabor erprobt die Carlsberg Brauereigruppe seit 2015 ein neues, innovatives Projekt: Die sogenannte Fibre Bottle, die als Fibre Bottle 2.0 nun in eine großangelegte Pilotphase übergeht. Hierbei handelt es sich um die Entwicklung der weltweit ersten Bierflasche aus nachhaltig erzeugten Holzfasern und PEF (Polyethylenfuranoat), die bereits jetzt zu (fast) 100 % biobasiert und vollständig recyclebar ist. Die neuartige und biologisch abbaubare Flaschenhülle hat den zusätzlichen Vorteil, dass sie isolierend wirkt und das Bier im Vergleich zu herkömmlichen Dosen oder Glasflaschen länger kühl halten kann.

In der aktuell laufenden Projektphase werden die neuen Fibre Bottles unter der Marke Carlsberg zum ersten Mal europaweit in die Hände ausgewählter Stakeholder gegeben. Dabei enthalten die neuesten Prototypen Carlsberg-Bier, das mit biologisch angebauter und regenerativer Gerste gebraut wurde, und setzen auf die ganzheitliche Weiterentwicklung von revolutionären Technologien und nachhaltigen Praktiken in der Getränkeindustrie. In den acht westeuropäischen Märkten Deutschland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Vereinigtes Königreich, Polen und Frankreich werden im Verlauf des Pilotprojektes insgesamt 8.000 Fibre Bottles verkostet und das Feedback von ausgewählten Stakeholdern eingeholt. Tests in diesem Umfang bieten Carlsberg die Möglichkeit, Rückmeldungen über die Erfahrungen der Menschen mit dem Produkt zu sammeln, die in die nächste Generation des Designs einfließen werden.

Die neue Fibre Bottle nutzt das Potenzial von PEF

Während das Äußere der Prototypen, hergestellt von der Verpackungsfirma Paboco, aus nachhaltig erzeugten und vollständig recyclebaren Holzfasern besteht, wird für die innere Abdeckung der Flaschen eine dünne Kunststofffolie aus 100 % biobasiertem Polymer PEF (Polyethylenfuranoat) verwendet, dass die Frische des Flascheninhaltes garantiert. Entwickelt von Avantium, einem führenden Experten für erneuerbare Chemie, wird PEF vollständig aus natürlichen Rohstoffen hergestellt. Es ist mit Kunststoffrecyclingsystemen kompatibel und kann in der Natur abgebaut werden, falls es außerhalb des nationalen Recyclingsystems gelangt. Neben den Vorteilen einer nachhaltigen Verpackung fungiert PEF als hochwirksame Barriere zwischen dem Bier und der Flaschenaußenhülle und schützt den Geschmack und die Kohlensäure des Bieres besser als herkömmlicher PET-Kunststoff, der auf fossilen Brennstoffen basiert.

Beinahe 100 %-ige Recyclingfähigkeit

Die einzige Ausnahme im holistischen Kreislauf der Recyclingfähigkeit der Fibre Bottle stellt aktuell der Flaschenverschluss dar, der die Qualität des Flascheninhaltes gewährleistet.

Gemeinsam mit dem Verpackungsunternehmen Paboco und anderen Partnern aus der Paper Bottle Community erforscht Carlsberg bereits alternative Flaschenverschlüsse auf Faserbasis, wobei eine generische Lösung für 2023 erwartet wird. Nach Abschluss der aktuell laufenden und großangelegten Pilotphase wird Carlsberg gemeinsam mit Avantium und Paboco die Entwicklung fortsetzen, um eine maßgeschneiderte 3.0-Lösung zu finden.

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