BrauBeviale bringt Europas Getränkewirtschaft auf Tour
Bevor die europäische Getränkewirtschaft sich vom 10. – 12. November 2026 in Nürnberg trifft, geht die BrauBeviale auf Reisen: Mit der „BrauBeviale meets Europe“-Tour besucht das Organisationsteam ab April acht europäische Städte …
Acht Städte, ein Thema: Wie sich Europas Getränkemärkte verändern – und wie Hersteller darauf reagieren können
- Exklusive Tour durch acht Stationen in Europa
- Stabile Märkte, Konsum im Wandel
- BrauBeviale 2026: Lösungen für eine Getränkewirtschaft unter Anpassungsdruck
Bevor die europäische Getränkewirtschaft sich vom 10. – 12. November 2026 in Nürnberg trifft, geht die BrauBeviale auf Reisen: Mit der „BrauBeviale meets Europe“-Tour besucht das Organisationsteam ab April acht europäische Städte – von Kopenhagen über Städte wie Budapest, Warschau und Mailand bis nach Madrid. Ziel ist es, einen Austausch zu aktuellen Entwicklungen der jeweiligen Märkte direkt vor Ort zu führen und Impulse der Branchenvertreter zu sammeln. Im Fokus steht, was in bestehenden Produktionsumgebungen heute funktioniert und wo Hersteller ansetzen müssen, um wettbewerbsfähig zu bleiben.
Bei den acht Stationen der „BrauBeviale meets Europe“-Tour treffen Marktanalyse, Branchenperspektive und Konsumentensicht zusammen. Markus Kosak, Executive Director bei YONTEX GmbH & Co. KG, ordnet die aktuellen Entwicklungen der europäischen Getränkewirtschaft ein, sowohl im internationalen Kontext als auch mit Blick auf standortspezifische Bedingungen. Vertreter des ideellen Trägers bringen die Perspektive der Branche ein: Kilian Kittl, Geschäftsführer der Private Brauereien Bayern e.V., begleitet den Auftakt in Kopenhagen. Ergänzt wird dies durch Einblicke in veränderte Konsumgewohnheiten.
Europäische Getränkemärkte: stabile Basis, Konsum im Wandel
Im Jahr 2025 bewegten sich in Europa Konsum und Marktvolumen über Bier, Wein, Spirituosen und alkoholfreie Getränke hinweg auf konstantem Niveau. „Wachstum und Chancen entstehen hier weniger durch zusätzliche Liter, sondern innerhalb der Kategorien mit unterschiedlichen Nutzenversprechen und neuen Produkten“, so Kosak. „Hier liegt die eigentliche Dynamik und dort setzen wir dieses Jahr praktisch und inhaltlich mit Tour und Messe an.“
Ein zentraler Treiber ist das veränderte Konsumverhalten bei weitgehend konstanten Volumina in Europa. Laut Statista Market Insights liegt der Pro-Kopf-Konsum alkoholfreier Getränke 2025 bei fast 177 Litern, während alkoholische Getränke mit rund 73 Litern deutlich darunter liegen. Eine Untersuchung der Private Brauereien zeigt zudem: Das Volumen alkoholfreier Biere wächst insgesamt von 2,29 auf 2,5 Milliarden Liter bis 2030, während alkoholische Varianten rückläufig sind.
Europa bleibt ein wichtiger Produktionsstandort. Viele Betriebe passen ihre Anlagen an und erweitern ihr Portfolio. Laut einer VDMA/Euromonitor-Marktübersicht beläuft sich der weltweite Handel mit Maschinen für die Lebensmittel- und Getränkeverarbeitung sowie die Verpackungsindustrie im Jahr 2023 auf rund 52,6 Milliarden Euro, davon entfallen etwa 41 Prozent auf Europa. Die Getränkewirtschaft hat daran einen relevanten Anteil.
Auf Produktebene verschiebt sich die Nachfrage deutlich in Richtung funktionaler Angebote. „Konsumenten erwarten zunehmend mehr als reinen Durstlöscher oder klassischen Genuss“, sagt Kosak. „Gefragt sind Produkte mit Mehrwert, die situative Bedürfnisse erfüllen.“ Recherchen der Marktanalysten thefoodpeople zeigen Beispiele aus den internationalen Märkten wie aromatisiertes Sprudelwasser mit neuen Geschmacksrichtungen, zuckerfreie oder zuckerreduzierte Energy-Drinks sowie RTD-Eistee- und Cold-Brew-Varianten mit Karamell-, Mokka- oder Vanillenoten. Auch virale Trends wie Dubai-Style-Kreationen – etwa Chocolate Lattes mit Pistazientopping und Kadayif-Finishing – sind längst im Markt angekommen.
BrauBeviale 2026: Lösungen für die aktuelle Produktionsrealität
Unter dem Claim „All Beverages. One Future.“ Und einem internationalen Ausstelleranteil von rund 50 Prozent bildet die BrauBeviale 2026 die gesamte Wertschöpfungskette der europäischen Getränkewirtschaft ab. „Im Mittelpunkt stehen Anwendungen für sämtliche Getränkesegmente, die Herstellern konkrete und sofort umsetzbare Lösungen bieten, ihr Portfolio zu erweitern und Anlagen flexibler zu nutzen“, erklärt Kosak.
Was sich in der Branche verändert, greift auch das Rahmenprogramm in Halle 9 auf: Auf der Main Stage spricht unter anderem Charles Nouwen in seiner Keynote über die Weiterentwicklung von Bier im Kontext neuer Konsumgewohnheiten. In der Pilot Area werden konkrete Projekte vorgestellt, darunter Systeme zur flexiblen Bereitstellung von Prozessenergie sowie datenbasierte Ansätze zur Verwertung von Nebenprodukten. Die Discovery Bar in Halle 6 präsentiert neue Getränkekonzepte, insbesondere im alkoholfreien Bereich. Mit der Wine Area in Halle 7 gibt es zudem eine Special-Interest-Fläche für den Austausch im Weinsegment.
Ergänzt wird das Angebot durch Formate wie die Verleihung des European Beer Star durch die Privaten Brauereien e.V. am 11. November, und des Foodbev Award am 10. November.
Die Aussteller- und Produktdatenbank geht ab dem 07. Mai 2026 online und bietet einen ersten Überblick über das Angebot. Die Registrierung über den Ticketshop für Besucherinnen und Besucher startet zeitgleich mit dem Start der „BrauBeviale meets Europe“-Tour.





