Fairtrade International veröffentlicht Jahresbericht 2014-2015
Eineinhalb Millionen Bauern und Arbeitskräften auf der ganzen Welt profitieren von erneut gestiegenen Fairtrade-Absätzen. Das zeigt der Jahresbericht von Fairtrade International. Produzentinnen und Produzenten erhielten Fairtrade-Prämiengelder in Höhe von rund 105 Millionen Euro, die sie in ihre Betriebe und soziale Projekte investierten – ein Anstieg um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Fairtrade Internationals Bericht […]
Eineinhalb Millionen Bauern und Arbeitskräften auf der ganzen Welt profitieren von erneut gestiegenen Fairtrade-Absätzen. Das zeigt der Jahresbericht von Fairtrade International. Produzentinnen und Produzenten erhielten Fairtrade-Prämiengelder in Höhe von rund 105 Millionen Euro, die sie in ihre Betriebe und soziale Projekte investierten – ein Anstieg um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Fairtrade Internationals Bericht für das Jahr 2014-15 mit dem Titel "Globaler Wandel, lokale Expertise" beleuchtet die Vorteile, von denen die 1,5 Millionen Fairtrade-Produzenten in 74 Ländern profitierten. Für den Erfolg sind höhere Absätze von klassischen Produkten wie Baumwolle und Kakao verantwortlich. Neu dazugekommen sind weitere Bezugsquellen von Fairtrade Gold.
Im vergangenen Jahr gaben Verbraucherinnen und Verbraucher weltweit 5,9 Milliarden Euro für Produkte mit dem Fairtrade-Siegel aus, davon entfallen 827 Millionen Euro auf den deutschen Markt. So steigerten sie die Einkünfte von Fairtrade-Produzenten, was diesen zu mehr Stabilität verhalf. Absatzstärkstes Produkt sind mit rund 439.000 Tonnen Bananen (+ 18 %), gefolgt von Kaffee mit rund 93.000 Tonnen (Rohkaffee, + 12 %). Hervorzuheben sind zudem die positiven Entwicklungen bei Baumwolle (+ 28 %), Kakao (+ 24 %), wovon fast die Hälfte der zusätzlich verkauften Mengen auf die neu eingeführten Fairtrade Programme zurückgehen, und Gold (+ 259 %). Das starke Wachstum bei Gold geht vor allem auf eine Überarbeitung des Standards zurück, wodurch Goldschmiede nun einfacher Fairtrade-Gold ankaufen können.
Die Studie zeigt außerdem, dass seitens der Produzenten ein hoher Bedarf an mehr Marktzugängen besteht. Fairtrade fördert daher auch den Süd zu Süd Handel, damit Produzentenorganisationen ihre Waren auch auf regionalen Märkten verkaufen können. So rief Brasilien in diesem Jahr als viertes Produzentenland eine Fairtrade Marketing Organisation ins Leben. Die dortigen Verbraucherinnen und Verbraucher können nun auch heimischen Fairtrade-Kaffee und -Honig kaufen. Marketing Organisationen gibt es außerdem in Südafrika, Indien und Kenia.
Der Bericht „Globaler Wandel, lokale Expertise“ vermeldet außerdem, dass Fairtrade dazu beitrug, Produzentenorganisationen die Unterstützung zu vermitteln, die sie zur Stärkung ihrer Betriebe benötigen. Im Jahr 2014 stellte der Fairtrade-Zugangsfonds Kleinbauernorganisationen Mittel in Höhe von 11,1 Millionen Euro bereit. Damit der verbesserte Zugang zu Geldmitteln möglichst effektiv genutzt wird, unterstützte Fairtrade die Kooperativen mit Beratungen und Schulungen zum Thema Finanzmanagement.
Sie erhalten den vollständigen Fairtrade International Jahresbericht 2014-15 „Globaler Wandel, lokale Expertise“ unter: http://annualreport.fairtrade.net/en/
16.09.2015





