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Nachrichten 22.09.2015

Eröffnung der Apfelsaftsaison 2015

Am vergangenen Freitag wurde die Apfelsaftsaison 2015 bei der Kelterei Knill in Oberteuringen eröffnet. Der Einladung des Verbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. und der Kelterei Knill an den Bodensee folgten neben zahlreichen Kollegen anderer Fruchtsaftkeltereien auch Vertreter der Landespolitik und verschiedenen Interessensverbänden. Für Landwirte und Stücklesbesitzer steht in den nächsten Wochen die Apfelernte an. Nach […]

Daniel Weeber (VdAW), Klaus Heitlinger (VdF), Rudiolf Knill (Kelterei Knill), Dr. Friedrich Ahrens (MLR Baden-Württemberg)Am vergangenen Freitag wurde die Apfelsaftsaison 2015 bei der Kelterei Knill in Oberteuringen eröffnet. Der Einladung des Verbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft e.V. und der Kelterei Knill an den Bodensee folgten neben zahlreichen Kollegen anderer Fruchtsaftkeltereien auch Vertreter der Landespolitik und verschiedenen Interessensverbänden.

Für Landwirte und Stücklesbesitzer steht in den nächsten Wochen die Apfelernte an. Nach der Rekordernte im letzten Jahr sind die Ernteprognosen für Keltereiobst in diesem Jahr eher verhalten. Es wird mit 450.000 t gerechnet, etwas mehr als die Hälfte des vergangenen Jahres. Nach den heißen Temperaturen im Sommer mit geringen Niederschlägen war der so genannte „Junifall“ der Obstbäume stärker ausgeprägt als sonst. Dabei werden Früchte, die der Baum wegen der zu geringen Wasserversorgung nicht versorgen kann, abgeworfen. Die am Baum verbleibenden Äpfel werden dadurch größer, konnten in Regionen mit geringem Niederschlag aber dennoch nicht so groß wachsen wie üblich. Daniel Weeber, Fachreferent beim VdAW, rechnet in diesem Jahr mit erfreulichen Preisen für Mostobst, die für später geerntetes, reifes Obst deutlich im zweistelligen Bereich liegen dürften.

Bei der Kelterei Knill werden in den kommenden Wochen 40.000 Tonnen Äpfel zu Saft verarbeitet und im neu gebauten Tanklager mit 78 Edelstahltanks mit Fassungsvermögen bis zu 130.000 Liter gelagert. Dr. Friedrich Ahrens vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zeigte sich beeindruckt vom Betrieb, der stellvertretend für die rund 120 baden-württembergischen Fruchtsaftkeltereien steht. Die meist familiengeführten, mittelständischen Keltereien im Land seien ein wichtiger und verlässlicher Partner für die Mostobsterzeuger, da der allergrößte Teil der verarbeiteten Äpfel von Streuobstwiesen stammt. Am Bodensee, der größten Obstbauregion in Deutschland, stammt auch ein großer Teil der Verarbeitungsware aus dem Erwerbsobstbau.

Klaus Heitlinger vom Verband der deutschen Fruchtsaftindustrie (VdF) wies auf die aktuellen Herausforderungen am Fruchtsaftmarkt hin. Die Marktmacht der fünf größten Lebensmitteleinzelhändler EDEKA, Rewe, Schwarz, Aldi und Metro sei so groß wie nie und führe zu einer Dominanz bei der Mengen- und Preisgestaltung. Aber auch immer mehr umweltpolitische und ökologische Aspekte fordern die Keltereien bei Ihrer täglichen Arbeit heraus.

Die Eröffnung der Apfelsaftsaison findet jedes Jahr im September bei einer anderen Kelterei im Land statt.

22.09.2015

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