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Nachrichten 18.08.2016

Goldener Apfel 2016

Hessens bester Streuobstwiesen-Schützer ist gefunden „Inspiriert und motiviert durch sein Engagement andere Menschen“, „Vorbildfunktion für die kommende Generation“, „legt Wert auf Pflege und Erhaltung der Streuobstwiesen“, „kümmert sich zudem um die Tierwelt“ – die Jury findet zahlreiche Begründungen für die Wahl des Goldenen-Apfel-Gewinners 2016. Nach der intensiven Sichtung von 22 Bewerbungen haben sich die Jurymitglieder […]

Hessens bester Streuobstwiesen-Schützer ist gefunden

Stadträtin Rosemarie Heilig überreicht den Goldenen Apfel an Michael Wagner (Mitte). v.l.n.r: Michael Wagner (Mitte) geht mit einem Preisgeld von 1.000 € nach Hause, symbolisch überreicht durch Verena Berlich, MGH Gutes aus Hessen, Martin Heil, Vorsitzender des hessischen Apfelweinverbandes, Albert Langsdorf, Leiter der Naturschutz-Akademie Hessen sowie Alexander Nöll, Kelterei Nöll„Inspiriert und motiviert durch sein Engagement andere Menschen“, „Vorbildfunktion für die kommende Generation“, „legt Wert auf Pflege und Erhaltung der Streuobstwiesen“, „kümmert sich zudem um die Tierwelt“ – die Jury findet zahlreiche Begründungen für die Wahl des Goldenen-Apfel-Gewinners 2016. Nach der intensiven Sichtung von 22 Bewerbungen haben sich die Jurymitglieder entschieden, die Auszeichnung für besondere Verdienste rund um den Streuobstwiesen-Schutz an Michael Wagner zu verleihen. Den selbstständigen Gärtner im Garten und Landschaftsbau hat vor acht Jahren das von ihm so beschriebene „Apfelvirus“ befallen. Von August bis Mai heißt es für den 42-jährigen, der zudem 1. Vorsitzender des Obst- und Gartenbauvereins Worfelden e. V. ist: Äpfel ernten, neue seltene Apfelbäume pflanzen und Apfelbäume beschneiden. Außerdem stellt er Saft, Wein sowie Destillate her und bereitet Apfelwein-Tastings vor. Stellvertretend für alle ehrenamtlich agierenden Privatpersonen nahm er den Goldenen Apfel 2016 von entgegen.

„Seit 2012 habe ich 25 Apfelbäume gekauft, gepflanzt und mit viel Wasser durch die heißen Sommer auf Sandboden gebracht. Elf Hochstämme und 14 Halbstämme, allesamt seltene Sorten. Außerdem pflege ich zwei sehr alte Bäume, einen Friedberger Bohnapfel und einen Bittenfelder Sämling, beide circa 80 Jahre alt“, sagt Michael Wagner stolz. Zudem wird vom Verein eine 3.000 m² große Obstwiese betreut, die Obstbäume werden selbst geschnitten, es wurde ein Totholzhaufen angelegt. Aus dem Apfelsaftverkauf 2015 wurden 28 Vogelhäuschen gekauft, um nicht nur die Bäume selbst, sondern auch das Leben auf den Streuobstwiesen zu erhalten. In diesem Jahr wurde auch noch eine Steinkauz-Nisthöhle angeschafft.

Seit 2007 vergibt die Naturschutz-Akademie Hessen gemeinsam mit der MGH GUTES AUS HESSEN GmbH und dem Verband der Hessischen Apfelwein- und Fruchtsaft-Keltereien e.V. jährlich die Auszeichnung Goldener Apfel für vorbildliche Verdienste rund um die heimischen Streuobstwiesen. Bereits zum vierten Mal wird dieses Engagement zusätzlich mit einem Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro belohnt.

18.08.2016

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