LANXESS filtert Schadstoffe aus Wasser
Wasser ist die Quelle allen Lebens. Um so wichtiger ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource – auch in der industriellen Produktion. Fast ein Viertel des weltweiten Wasserverbrauchs geht mit industrieller Produktion einher. Entsprechend groß sind die globalen Abwassermengen. Beim Abwasser – Thema des Weltwassertages der Vereinten Nationen am 22. März – gilt deshalb: Vermeiden […]
Wasser ist die Quelle allen Lebens. Um so wichtiger ist ein verantwortungsvoller Umgang mit der Ressource – auch in der industriellen Produktion. Fast ein Viertel des weltweiten Wasserverbrauchs geht mit industrieller Produktion einher. Entsprechend groß sind die globalen Abwassermengen. Beim Abwasser – Thema des Weltwassertages der Vereinten Nationen am 22. März – gilt deshalb: Vermeiden und Verwerten statt klassischer Entsorgung. LANXESS geht hier mit gutem Beispiel voran und beginnt in den eigenen Produktionsanlagen. So wurde die auf den Produktausstoß bezogene Menge Prozessabwasser in den vergangenen fünf Jahren konzernweit um rund sechs Prozent gesenkt.
Das „blaue Gold“ wird für uns Menschen immer kostbarer, denn viele haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Laut Aussage der Weltgesundheitsorganisation WHO und Unicef greifen 1,8 Milliarden Menschen zu verunreinigtem Wasser, um ihren Durst zu löschen. Jährlich sterben fast 850.000 Menschen an der Folge von verkeimtem Wasser oder schlechten hygienischen Bedingungen. Eine zunehmende Weltbevölkerung, Umweltverschmutzung und der Klimawandel könnten die Situation in den kommenden Jahrzehnten weiter verschärfen.??
Lösungen für sauberes Wasser
Die Potenziale für eine nachhaltige Nutzung von Prozesswasser und die Abwasserminimierung in der Industrie sind erheblich. Die chemische Industrie trägt dabei eine besondere Verantwortung für die Ressource Wasser, denn sie kann wichtige Lösungsansätze liefern. Mit jahrzehntelanger Erfahrung in der Wasserbehandlung sowie mit innovativen Technologien und Produkten stellt sich LANXESS diesen Herausforderungen. Umkehrosmose und Ionenaustausch zur Wasseraufbereitung tragen wesentlich dazu bei, die Ziele zu erreichen. So wächst der Markt für Umkehrosmose-Membranelemente nach aktueller Einschätzung auch in den kommenden drei Jahren mit jährlich zehn Prozent überdurchschnittlich stark. Bei Ionenaustauschern wird mit einem kontinuierlichen Wachstum von vier Prozent pro Jahr gerechnet.
Ionenaustauscher: Kleine Perlen – große Wirkung
Eine effiziente Technologie zur Wasseraufbereitung von LANXESS ist der Einsatz von Ionenaustauscher- und Spezialadsorberharzen der Marke Lewatit. Die Ionenaustauscher werden unter anderem zur Entfernung von Schadstoffen wie beispielsweise Nickel, Nitrat, Perchlorat, Borat oder Kohlenwasserstoffen aus Trinkwasser eingesetzt.
Beim Ionenaustausch durchströmt das belastete Wasser einen Behälter mit Ionenaustauschharz. Dort werden die Schadstoffe gefiltert, indem die Ionen der schädlichen Stoffe gebunden und durch unbedenkliche Ionen ersetzt werden. Je nach Schadstoff kommen unterschiedliche Harze zum Einsatz. Bei der Reinigung von Abwässern entfernen die Ionenaustauscher Schwermetalle wie Quecksilber oder Cadmium. Auch Edelmetalle wie Kupfer oder Platin können gefiltert und dann wieder für andere Zwecke genutzt werden. Anwendungen im industriellen Bereich sind beispielsweise die Aufbereitung von Wasser für industrielle Prozesse in Kraftwerken. Dort werden große Mengen Kühl- und Prozesswasser gebraucht und müssen entmineralisiert werden, um die teuren Anlagen beispielsweise vor Verkalkung zu bewahren.
Moderne Membran-Filtrationstechnologie
Die Membranelemente der LANXESS-Produktfamilie Lewabrane bestehen aus spiralförmig gewickelten Dünnfilm-Verbund-membranen. In ihnen werden unerwünschte Stoffe wie Salze, Pestizide, Herbizide, Viren, Bakterien aber auch Kleinstpartikel aus Wasser gefiltert. Das Sortiment umfasst Elementtypen für alle wichtigen Umkehrosmose-Anwendungen. Dazu gehören die Entsalzung von Meerwasser, Brackwasser und schwach salzigen Wässern. Bedeutende Einsatzbereiche sind die Gewinnung und Aufbereitung von Trinkwasser, aber auch die Behandlung von Prozess- und sonstigen Industriewässern sowie Abwasser.
Ein weiterer Anwendungsbereich von Membranen für die Umkehrosmose ist die Herstellung von Trinkwasser sowohl aus Brackwasser als auch aus Meerwasser. Dieses Verfahren kommt in großem Umfang in Städten und Gemeinden zum Einsatz und wird im Kleinmaßstab unter anderem in Restaurants, Hotels und auf Kreuzfahrtschiffen genutzt. Die Membrane senken den Salz- und Partikelgehalt des Wassers und werden oft mit Ionenaustauschern kombiniert, wodurch ein hocheffizientes und sehr leistungsfähiges Entsalzungssystem entsteht.
22.03.2017





