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Nachrichten 27.12.2019

ProWein Media Summit „Climate Change“ in Geisenheim

Anlässlich der Veröffentlichung des von der Hochschule Geisenheim erstellten dritten ProWein Business Reports mit dem Sonderthema „Climate Change“ wurde am 21. November 2019 in Geisenheim ein Media Summit mit starker internationaler Beteiligung veranstaltet.

ProWein Media Summit „Climate Change“ in Geisenheim
Über 30 internationale Journalisten aus 20 Ländern besuchten internationale Geisenheimer Tagung zum Klimawandel. (Foto: Hochschule Geisenheim University)

Über 30 internationale Journalisten aus 20 Ländern besuchten internationale Geisenheimer Tagung zum Klimawandel

Anlässlich der Veröffentlichung des von der Hochschule Geisenheim erstellten dritten ProWein Business Reports mit dem Sonderthema „Climate Change“ wurde am 21. November 2019 in Geisenheim ein Media Summit mit starker internationaler Beteiligung veranstaltet. Über 30 Journalisten aus 20 Ländern informierten sich in neun internationalen Vorträgen zu den Auswirkungen des Klimawandels auf die Weinbranche, deren Anpassungsstrategien und Strategien der Nachhaltigkeit. Die beiden Geisenheimer, Prof. Dr. Hans Reiner Schultz und Prof. Dr. Claudia Kammann, zeigten zu Beginn die Ursachen und die existentielle Bedeutung des Klimawandels für die Menschheit auf.

In einer Live-Schaltung nach Australien berichteten Prof. Dr. Markus Herderich und Dr. Mardi Longbottom vom AWRI von den Auswirkungen des Klimawandels auf die australische Weinwirtschaft, die seit 1980 vorgenommenen Anpassungsmaßnahmen und das Programm „sustainable wine growing Australia“. Der Vortrag des ProWein Business Reports „Climate Change“ durch Prof. Dr. Simone Loose wurde in Form eines Webinars weltweit an Journalisten übertragen. „Der aktuelle ProWein Business Report vermisst erstmals quantitativ, wie stark die verschiedenen Vertreter der internationalen Weinbranche bereits heute vom Klimawandel betroffen sind und welche umfassenden Anpassungsmaßnahmen vorgenommen wurden und in Zukunft notwendig sind“, hob Loose die Bedeutung des Berichtes hervor.

Dr. Cristina Carlos vom ADVID zeigte sehr anschaulich, wie stark die Winzer im Douro in Portugal bereits heute von Wassermangel und Wärmestress beeinträchtigt werden und welche Anpassungsmaßnahmen zurzeit unternommen werden, um den Weinbau erhalten zu können. Das systematische Ausweichen der Südtiroler Winzer auf höhere und kühlere Lagen war Thema des Vortrags von Dr. Lukas Egarter Vigl von EURAC Research in Bozen. Frankreich ist bisher das einzige Land, welches laut Dr. Hervé Hannin von SupAgro Montpellier systematisch mit seinen Winzern lokale Strategien zur Anpassung an den Klimawandel diskutiert hat und in eine nationale Strategie umsetzen wird. Die ökologische Nachhaltigkeit der Weinbranche stand im Fokus der beiden abschließenden Vorträge. Marcus Ihre von Systembolaget erklärte, welche Rolle Nachhaltigkeitsstandards beim Bezug von Weinen durch den schwedischen Monopolisten spielen und wie diese Standards gesetzt und überwacht werden. Fair’n Green ist laut Keith Ulrich der bisher einzige deutsche Nachhaltigkeitsstand der Weinbranche, der Mitglieder zu ständigen Verbesserungen in allen drei Bereichen der Nachhaltigkeit anhält. Der Winzer Jochen Schmidt aus der Pfalz zeigte auf, mit welchen Maßnahmen er das Weingut als Mitglied bei Fair’n Green CO2-neutral gestalten konnte.

Der insgesamt dreitätige Media Summit wurde durch eine geführte Verkostung „Tasting Climate Change“ mit Stuart Pigott und Paula Sidore im Geisenheimer Weinkeller, eine Besichtigung der Geisenheimer FACE-Anlage, ein Abendessen in Schloss Vollrads, eine Demonstration von Steillagenweinbau in der Domäne Assmannshausen und die Besichtigung des Steinbergkellers abgerundet.

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