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Abfüllung & Verpackung 08.02.2022

SIG baut mit Übernahme von Scholle IPN Führungsposition bei nachhaltigen Verpackungssystemen und -lösungen aus

SIG hat bekannt gegeben, dass sie eine Vereinbarung zur Übernahme von 100 % des privat gehaltenen Unternehmens Scholle IPN zu einem Bruttounternehmenswert von EUR 1,36 Milliarden und einem Eigenkapitalwert von EUR 1,05 Milliarden abgeschlossen hat.

SIG baut mit Übernahme von Scholle IPN Führungsposition bei nachhaltigen Verpackungssystemen und -lösungen aus
(Foto: confructa medien GmbH)

SIG hat bekannt gegeben, dass sie eine Vereinbarung zur Übernahme von 100 % des privat gehaltenen Unternehmens Scholle IPN zu einem Bruttounternehmenswert (Enterprise Value) von EUR 1,361 Milliarden und einem Eigenkapitalwert (Equity Value) von EUR 1,05 Milliarden abgeschlossen hat. Die Transaktion wird durch 33,75 Millionen SIG-Aktien, die aus dem bestehenden genehmigten Kapitel ausgegeben werden, und EUR 370 Millionen in bar finanziert; die bestehenden Schulden von Scholle IPN werden bei Abschluss der Übernahme refinanziert. Die Transaktion wird voraussichtlich vor Ende des dritten Quartals 2022 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der üblichen Bedingungen.

Diese Akquisition erhöht die Diversifikation des Engagements von SIG in wachsenden und robusten Endmärkten. SIG’s Portfolio an marktführenden nachhaltigen Lösungen für Lebensmittel- und Getränkekartons wird auf die Kategorien Bag-in-Box und Standbeutel für den Detailhandel sowie institutionelle und industrielle Kunden erweitert. SIG und Scholle IPN weisen viele Gemeinsamkeiten auf und sind in Bezug auf ihre Systeme und ihr Produktangebot sehr komplementär. Der Zusammenschluss wird erhebliche Chancen für Wachstum und Mehrwert freisetzen.
Das 1945 gegründete Unternehmen Scholle IPN ist ein führender Innovator im Bereich nachhaltiger Verpackungen mit einem Systemangebot. Scholle IPN ist Erfinder und Weltmarktführer von Bag-in-Box-Verpackungen (2 Liter bis 1’500 Liter Fassungsvermögen) und die Nummer zwei bei Standbeuteln (50 Milliliter bis 500 Milliliter). Durch die Übernahme wird das Portfolio von SIG sowohl auf grössere als auch auf kleinere Formate ausgeweitet. Scholle IPN hat seinen Hauptsitz in den USA und beschäftigt weltweit rund 2’100 Mitarbeitende. Der Umsatz des Unternehmens in 2021 betrug EUR 474 Millionen bei einem bereinigten EBITDA von EUR 90 Millionen (bereinigte EBITDA-Marge ca. 19 %)2. Die USA machen rund 55% des Umsatzes aus und die Akquisition wird die Präsenz von SIG in diesem grossen und attraktiven Markt deutlich erhöhen. Sie ermöglicht auch die Ausweitung des Scholle-IPN-Portfolios auf die aufstrebenden Märkte im asiatisch-pazifischen Raum, in Lateinamerika, im Nahen Osten und in Afrika, wo SIG bereits gut etabliert ist.

Mit dieser Akquisition wird SIG in der Lage sein, die nachhaltigsten Verpackungslösungen für eine breite Palette von Kategorien und Produktgrössen anzubieten. Das Wachstum im Bereich Bag-in-Box wird durch die Verlagerung von starren zu flexiblen Verpackungen vorangetrieben, die den Materialbedarf für die Verpackung des Produkts deutlich reduzieren. Scholle IPN konzentriert sich seit langem auf die Nachhaltigkeit und die Gewichtsreduzierung von Verpackungen und Zubehör. Das Unternehmen ist ein Pionier in der Entwicklung von Monomaterialien, die die Wiederverwertbarkeit deutlich verbessern. Durch die Zusammenlegung der Forschungs- und Entwicklungskapazitäten der beiden Unternehmen kann den Kunden ein noch grösserer Nutzen geboten werden, indem die Entwicklung von Materialien und aseptischen Technologien zur Reduktion von CO2-Emissionen und Lebensmittelabfällen gemeinsam vorangetrieben wird.

Bei Scholle IPN entfallen rund 70 % des Umsatzes auf die Lebensmittel- und Getränkeindustrie, was die Widerstandsfähigkeit des SIG-Geschäfts zusätzlich stärken wird. Die Akquisition wird es SIG ermöglichen, auf ihrer Kernkompetenz im Bereich der aseptischen Technologie aufzubauen und deren Einsatz sowohl auf Standbeutel als auch auf Bag-in-Box-Verpackungen zu erweitern. Sie wird auch die Expansion von SIG in neue Kategorien wie Wein und Wasser vorantreiben. Wie SIG hat auch Scholle IPN langjährige Kundenbeziehungen aufgebaut, und die Übernahme bietet zahlreiche Cross-Selling-Möglichkeiten sowie das Potenzial für ein verbessertes Serviceangebot für die kombinierte Kundenbasis. Darüber hinaus werden nachhaltige Kostensynergien in Höhe von EUR 17 Millionen pro Jahr in Bereichen wie Beschaffung und Produktionseffizienz erwartet.

1Bei aktuellem USD/EUR-Wechselkurs
2Ungeprüft; bei aktuellem USD/EUR-Wechselkurs

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