Meilenstein für die Zukunft: Seifermann Fruchtsaft baut neue Produktionshallen
Mit einem symbolischen Spatenstich für neue Produktionshallen hat Seifermann Fruchtsaft am 2. Juli 2026 die Weichen für die Zukunft gestellt. Auf einem 1,4 Hektar großen Gelände außerhalb Ottersweiers soll ein moderner Betriebsstandort entstehen, …
Mit einem symbolischen Spatenstich für neue Produktionshallen hat Seifermann Fruchtsaft am 2. Juli 2026 die Weichen für die Zukunft gestellt. Auf einem 1,4 Hektar großen Gelände außerhalb Ottersweiers soll ein moderner Betriebsstandort entstehen, der die Produktionskapazitäten erweitert und zugleich den Generationenwechsel im Familienunternehmen begleitet. Zu dem Festakt begrüßte die Familie Rettig zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft.

Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg und Jürgen Pfetzer, Bürgermeister Ottersweier (Foto: confructa medien GmbH)
„Für unsere Familie ist das ein Meilenstein“, betonte Geschäftsführer Manfred Rettig. Der bisherige Standort im Ortskern sei an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen. Gleichzeitig hätten die Anwohnerinnen und Anwohner insbesondere während der Erntesaison zunehmend unter dem Lieferverkehr und dem laufenden Betrieb gelitten. Mit dem Neubau außerhalb des Orts schaffe das Unternehmen nun die Voraussetzungen für weiteres Wachstum und eine moderne, regionale und nachhaltige Produktion.
Die Investition ist zugleich ein Vorgriff für den Generationswechsel im Familienbetrieb. Mit Moritz Rettig, der seine Ausbildung zur Fachkraft für Fruchtsafttechnik an den Beruflichen Schulen Rheingau in Geisenheim als Jahrgangsbester abgeschlossen hat, bereitet sich die nächste Generation auf die Weiterführung des Unternehmens vor. Ziel des Neubaus ist es, Regionalität und eine nachhaltige Verarbeitung heimischer Früchte weiter zu stärken.
Ottersweiers Bürgermeister Jürgen Pfetzer würdigte insbesondere das angewandte Lohnmostverfahren des Unternehmens. Es leiste einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiesen und damit der regionalen Kulturlandschaft. Sarah Schweizer, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg, hob hervor, dass der neue Standort die Voraussetzungen für eine moderne und nachhaltige Produktion schaffe und zugleich die Versorgung der Region mit heimischen Fruchtsäften sichere.
Einen emotionalen Höhepunkt setzte Willi Ackermann, ein Verwandter der Familie Rettig. Er wünschte Mut, Zusammenhalt und Vertrauen in die eigenen Stärken, um auch künftig „das Beste aus der Natur“ zu machen, nämlich Fruchtsaft. Symbolisch überreichte er Sandra, Moritz und Manfred Rettig einen Apfelbaum.
Am neuen Standort wird Seifermann Fruchtsaft auf modernste Verarbeitungstechnik setzen. Herzstück der Produktion werden zwei Bucher-Pressen des Typs 7007 und 3007 sowie eine CM50-Bucher-Mühle sein. Für eine nachhaltige Energieversorgung sorgt eine Photovoltaikanlage mit 749 kW Leistung und Grünstromspeicher. Darüber hinaus wird die Abfülllinie umfassend modernisiert. Künftig können neben Säften auch karbonisierte Schorlen in 0,33-l-Longneck- und 0,5-l-NRW-Flaschen abgefüllt werden.
Zudem will der Fruchtsafthersteller seine Kompetenz in der Verarbeitung regionaler Früchte weiter ausbauen und sich zusätzlich auf Johannisbeeren sowie Süß- und Sauerkirschen zur Herstellung von Halbwaren spezialisieren.






