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Nachrichten 17.05.2017

Großer Bahnhof für Vaihinger Streuobstschorle im Stuttgarter Landtag

Präsentation von zwölf weiteren Streuobstinitiativen vor Abgeordneten Auf Initiative des Landtagabgeordneten Dr. Markus Rösler (Grüne) lud das Aktionsbündnis Streuobst-Aufpreis-Initiativen Baden-Württemberg seine Mitglieder zu einer Produktpräsentation und Produktverkostung in den Stuttgarter Landtag ein. In der Mittagspause der Plenardebatte konnten sich die 142 Abgeordneten sowie die Landtags-Mitarbeiter einen kulinarischen Eindruck von der Qualität und Vielfalt zahlreicher unterschiedlicher […]

Präsentation von zwölf weiteren Streuobstinitiativen vor Abgeordneten

Das beigefügte Bild zeigt von links nach rechts: Beate Böhlen (MdL), Landtagspräsidentin Muhterem Aras, Dr. Markus Rösler (MdL), Stefan Schurr von Ensinger und Gerhard Haffner vom Imkerverein Vaihingen/Enz (Foto: Ensinger)Auf Initiative des Landtagabgeordneten Dr. Markus Rösler (Grüne) lud das Aktionsbündnis Streuobst-Aufpreis-Initiativen Baden-Württemberg seine Mitglieder zu einer Produktpräsentation und Produktverkostung in den Stuttgarter Landtag ein.

In der Mittagspause der Plenardebatte konnten sich die 142 Abgeordneten sowie die Landtags-Mitarbeiter einen kulinarischen Eindruck von der Qualität und Vielfalt zahlreicher unterschiedlicher Produkte aus Streuobstanbau machen.

Neben Bio-Apfelsäften wurden Mischgetränke wie Apfel-Holunder- und Apfel-Kirsch-Säfte, Obstbrände und weinhaltige Aperitife aus bestimmten Streuobst sowie Marmeladen, Fruchtaufstriche und sogar Fruchtgummis aus Direktsaft verkostet.

Anwesend waren gleich drei Lizenznehmer des NABU-Qualitätszeichens für Streuobstprodukte:

Neben der Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH die hohenlohische Fruchtsaftkelterei Schließmann mit ihrer Marke "Grünspecht" und einer ganzen "Grünspecht-Produktlinie" mit Säften, Schorle, Most, Essig und Gelee sowie die Bio-Kelterei Jung aus Südbaden.

Eines hatten die im Landtag präsentierten Produkte gemeinsam: Sie stammen von heimischen Streuobstwiesen, die naturnah – das heißt insbesondere ohne Verwendung von Mineraldünger und Pestiziden- bewirtschaftet werden und deren Erzeuger einen fairen Preis (meist zwischen 18 und 24 Euro pro 100 kg ) für die erzeugten Früchte erhalten.

Gerhard Hafner und Stefan Schurr von der Streuobstinitiative präsentierten den Abgeordneten das Vaihinger Streuobstschorle, das in Kooperation mit Ensinger Mineral- Heilquellen- GmbH, BUND, NABU, dem Vaihinger Obst- und Gartenbau-Verein und dem Imkerverein produziert und verkauft wird. Streuobstwiesen sind wichtige Lebensräume für über 5.000 Pflanzen- und Tierarten allein in Deutschland. Sie stehen als "gefährdet" auf der Roten Liste der Biotoptypen Deutschlands, da sie seit 1965 um über 60 Prozent zurückgingen.

Das Ziel des Aktionsbündnisses Streuobst-Aufpreis-Initiativen Baden-Württemberg ist es, diesen drastischen Rückgang zu stoppen, die etwa 9 Millionen Streuobst-Hochstamm-Bäume im Ländle zu erhalten und mit der Vermarktung von Produkten aus getrennt erfasstem Streuobst Naturschutz, faire Preise und Genuss miteinander zu verbinden.

Landtagspräsidentin Muhterem Aras lobte in Ihrem Grußwort das Engagement der Initiativen zum Schutz der Kulturlandschaft Streuobstwiese und forderte ihre Landtagskolleginnen und -Kollegen sowie die vielen anwesenden Gäste und auch das Land Baden-Württemberg auf, die Vermarktung von Streuobstprodukten tatkräftig zu unterstützen.

17.05.2017

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